Experte im Probleme-Analysieren. nur die Lösungen bereiten mir noch Schwierigkeiten! ~ Expert in analysing problems, only the solutions remain difficult!
what a sunny morning, hit me right in the middle. if things from the past still baffle me so much, I should invite them for tea, sweetened with memories, and phrase a proper goodbye. life is like a disc, indeed!
Matt's comment: "Forever spinning, you just have to catch it at the right moment"
And the reason for the confusion? An email from an old friend. This is the answer: "Hey B.,
yes, I'm still here. At least for another year, I reckon. The new place I'm living in is quite fantastic, we have a guestroom with a sofa, where people can stay, and a roof terrace. I get along with my flatmates very well, even though I'm the only vegeterian, hehe.
I had (and still have) my ups and downs, but in general I'd give my life a B+ "
Das war heute morgen, eine Antwort auf die Frage, ob ich noch in Frankfurt bin und wie es mir geht. Die Tatsache, dass ich meine Essgewohnheiten als einziges Konfliktpotential in der WG anführe, sagt sehr viel über meine Zufriedenheit aus. Unsere Zusammenleben ist so entspannt und mit dem in der alten WG gar nicht mehr vergleichbar, daher lasse ich es auch. Und die 2+ für mein Leben allgemein? Naja, wenn ich mal mein Diplom habe und auf Weltreise bin, wird eine 1 draus...
Mein Leben ist momenten nicht nur wie ein Ultimate Frisbee Spiel (siehe dieser Post), sondern wie ein ganzes Turnier. Man kommt gar nicht zur Ruhe, so viel Aufregende, Faszinierendes und dazu ständig neue (und alte) Herausforderungen. Ich fordere mich selbst am meisten: viel investieren, viel herausholen, nicht aufgeben. Und dann bloß nicht von den vorprogrammierten Enttäuschungen umwerfen lassen, wie letztes Wochenende auf der mixed Meisterschaft. Man kann ja gar nicht immer gewinnen, selbst wenn man alles richtig macht. Und das ist wohl am schwersten zu akzeptieren: dass "fair" selten für alle gelten kann, und dass man gleichermaßen nicht immer das bekommt, was man verdient, wenn man will, was alle anderen auch wollen.
Auch wenn ich das jetzt weiß, wird es mich noch sehr oft aufregen im Leben! Man soll ja auch den Glauben an Gerechtigkeit nicht aufgeben, nur eben ihr ab und zu mal Erholung gönnen. Den könnte ich auch gebrauchen! Mich muss man schon zur Ruhe zwingen, sonst renne ich in meiner Freizeit entweder über ein Spielfeld oder von Freunden zu Freunden, spiele bis in die Morgenstunden Tischfussball und erlebe mehr als in diesen Post passt. Sowieso komme ich ja kaum noch zum schreiben; von Arbeit wollte ich auch mal erzählen... Quasi ein Rummel, ja, mein Leben ist ein Jahrmarkt.
If my life is a fairground, so there must be some fairness at least.
Holiday! Off you go, out into the foreign land, far away to where worries can't follow! Pack lightly and don't think about money, it's not what you will need! Always wear your favourite things, a smile and -of course- sunscreen. Don't believe the travel books, don't trust the signs, they're all exaggerating. Follow your nose, chase the sun, let your heart think. Expect nothing but yourself, in a complete mess and turned inside out. Keep the adventures in your pocket and relax with an ice-cream. Return home as a stranger, who is not differnet but has only added a facet to their personality.
Da war ich also kurz, aber wirklich nur ganz kurz in Frankreich. Ich wollte einfach mal raus, allein sein (also allein mit ihm) und wieder Gras unter den Füßen fühlen. Wer in Frankfurt wohnt, wird mich verstehen. So ein Kurzurlaub lohnt sich vor allem dann, wenn man keinen Stress hat, richtig? Richtig! Und das geht am besten beim Wildcampen, was wiederum in Frankreich ganz gut funktioniert. Ok, das Wetter kann dazwischen kommen, aber irgendwas ist ja immer. Sowieso. Und für mich gibt es nicht schöneres, als mal ein paar Tage lang einfach drauf los leben! Ohne Muss und Soll, mit viel Kann und Darf: frische Luft, frisches Wasser, frisches Brot. Es ist tatsächlich so einfach wie es klingt: Klaus und ich haben uns ins Auto gesetzt und sind von Karlsruhe Richtung Clermont-Ferrand gefahren, mit Murat als grobem Ziel. Abends fuhren wir ein wenig abseits der Dörfer und schlugen das Zelt am Waldrand auf. (Klar, man muss ein wenig suchen, aber fündig wurde ich bisher immer. Und eine Stelle ablehnen sollte man auch mal, wenn z.B. Seidenstrümpfe an einen Ast gebunden sind und Kippen rumliegen, und man das Gefühl nicht loswird, dass da zwielichtige Geschäfte jenseits der Straße getätigt wurden. Aber das nur am Rande.) Für 2 Nächte fanden wir sogar einen Campplatz, der noch nicht betrieben wurde und dennoch nicht verschlossen war, und hatten damit eine tolle große Wiese zum Frisbee-Spielen und einen Bach zum Abwaschen, Duschen, Zähne putzen, ... Ehrlich gesagt, hatte ich mich darauf am meisten gefreut: Baden im Fluss! Ja, das Wasser war eiskalt, genau genommen so kalt, dass nach 10 Sekunden die Gliedmaßen taub wurden (ich wünschte ich würde übertreiben), aber trotzdem! Man fühl sich wie neu geboren danach, quasi tiefenrein. Und danach ein Frühstück in der Sonne, unglaublich entspannend!
Am liebsten lasse ich mich auf Reisen einfach treiben, informiere mich nur grob über meine Ziele und gucke einfach, was passiert. Warum sollte ich auch dahin gehen, wo die meisten Menschen schon waren? Darum geht es mir nicht... Mehr darum, mal nicht einem (Zeit-)Plan hinterher zu rennen, sondern der Sonne. Eben genau das tun, worauf ich Lust habe, statt Aufgaben zu erledigen. Mich in Unbekanntes zu begeben und mich darauf verlassen, dass ich schon damit klarkomme. Meine Grenzen in Frage stellen, meine Ansichten und Vorurteile, ja mich selbst; nur um am Ende ganz bei mir zu landen. Das mag überzogen klingen, aber so fühlt es sich an! Nach einer Reise habe ich oft den Eindruck, ausgeglichener zu sein, da ich den aufmüpfigen Teil von mir ausleben konnte. Ich will nicht in ein Hotel, wo es strenger und ruhiger ist als bei mir zu Hause, oder am Strand rumgammeln, wo es eintöniger ist als jeden Tag auf Arbeit. Urlaub heißt für mich: ich entscheide. Und zwar, dass ich nichts entscheiden muss.
"Ich will, dass meine Freundin fett wird! Die soll so'n richtig geilen Booty kriegen!" Ich wusste immer, dass H&M Unrecht hatte mit seinen super-dürren Model-Plakaten, die die Stadt verschandeln wie Pickel das Gesicht eines pubertierenden 14-Jährigen. Dennoch will ich kurz vor Mitternacht nicht neben betrunkenen Typen in der S-Bahn sitzen. Und dann wären da noch diese zwei Männer, von der Art irgendwo zwischen Türsteher und Metzger (wahrscheinlich Fahrkartenkontrolleure), also ein weiterer Grund mir einen neuen Platz zu suchen. Kaum habe ich mich etwas weiter vorne niedergelassen und meinen Hintern in den Sitz gekuschelt, erreichen wir die nächste Haltestelle. Es taucht eine Frau direkt vor meinem Fenster auf, die mich mit den hohen Schuhen, den falschen Wimpern und dem dünnen pinken Kleidchen sofort an mein Outfit von der Hurenparty erinnert. Schlampe! Aber nicht nur deswegen bin ich irritiert... Sie und ihre Freunde setzen sich, wie es Murphy nicht anders gewollt hat, direkt neben mich auf den Vierer und palavern im Party-Modus. Typ 1, wahrscheinlich schwul: "Ich hab nie Spaß beim Weggehen!" Mädel 2, Absätze so dünn wie die Beine: "Dann müssen wir dir Spaß machen. Ich reiß dir was auf!" Typ 1: "Ich will was türkisches, so hetero-Schiene." In mir wächst der Drang mich wegzusetzen als die Frau im Hurenoutfit anfängt zu reden. Mit tiefer männlicher Stimme. Nicht schlecht, denke ich, wie hat er es geschafft, sich so glatt zu rasieren? Also gut getarnt, da ist schon Vorsicht geboten als betrunkener Mann, sonst landet man schnell im schweizerischen Lattenschleck. An der Konsti steigen sie schon wieder aus und staunend sehe ich der Transe hinterher, die so viel eleganter in ihren Stöckelschuhen laufen kann als die tatsächliche Frau. Mannoman, diesen Typen hätte ich wirklich gern auf meiner Geburtstagshurenparty dabei gehabt! Klar, die Fete war auch so ziemlich geil, jeder der dabei war weiß das. Und für alle die es nicht waren: die Fotos darf ich leider nicht veröffentlichen, das Material ist zu heiß... Aber für noch mehr Huren hätte ich nur Plakate aufhängen müssen, in Frankfurt gibts genug verrückte Leute. Nicht nur grölende Eintracht-Fans, schnöselige Banker, vermummte Studis und Party-Glamour-Girls, sondern eben auch die ganz normalen Huren, wie du und ich. Naja, vor allem wie ich.
when the wine circulates in your blood and makes the present moment just a little more intense, when for an instant you feel not able to distinguish between now and before or after, when you open the window to let the cool air freeze your emotions just to enable your body to sense something at all, then you know it has caught you once again. just when you've left the comfort and security of someone's presence, when their light and warmth hasn't quite vanished, it's already waiting. you open the door to your room, not expecting it to be right there, right then, but time and place make no difference. it's been there all the time, inside of you, carried around without being noticed. you don't call it fear, but you're scared, and you don't call it pain, even though you're hurt. you're only lonely. it builds walls around you, not to keep you in but to keep others out. wearing a mask of ridiculousness makes it seems superable until you are holding the sword against your own heart. how can you kill what's a part of you? calling out for a voice to ease your aching soul, you find silence at the end of the line. the tinny sound of the answering machine echoes trough your head, a swirl of shock and suppressed despair. in the end you're feeling only sadness, your tired eyes look into the distant sky, where tomorrow the sun will rise again. the loneliness only lasts until everything is illuminated.
Wieso sind wir eigentlich gemein zueinander? Wieso haben wir uns nicht alle lieb? Nunja, wir sind eben prädestiniert dafür. Zumindest wenn man den Darwinisten glaubt und nicht den Christen und unseren tierischen Ursprung anerkennt. Der (Tier-)Verhaltenforscher Konrad Lorenz hat zum Thema Aggression einige Untersuchungen angestellt und fand heraus, dass sich Arten eher untereinander bekriegen und bekämpfen als mit anderen, das heißt ein Jaguar bekämpft einen anderen aber keinen Tiger oder Luchs. Er spricht jedoch von einer Ausnahme: "Näher mit echter Aggression verwandt als der Angriff des Jägers auf seine Beute ist der umgekehrte Vorgang, die 'Gegenoffensive' des Beutetiers gegen den Freßfeind. Besonders sind es gesellschaftlich lebende Tiere, die zu vielt das sie gefährende Raubtier angreifen, wo immer sie ihm begegnen." Also ein prophylaktisches Schützen der eigenen Art. Weiter schreibt Lorenz: "Deshalb nennt die englische Sprache den in Rede stehenden Vorgang 'mobbing', der deutschen Umgangssprache fehlt ein entsprechendes Wort, nur die alte Jägerssprache hat eins, die sagt: Krähen oder andere Vögel 'hassen auf' den Uhu, die Katze oder sonst einen nächtlich jagenden Freßfeind..." * Aha! Daher kommt der Begriff also. Es liegt anscheinend nicht nur in unserer Natur das wir von Zeit zu Zeit mit Nahrungskonkurrenten im Zwist liegen, sondern uns auch gegen Feinde erwehren. Aber der jetzige Begriff von Mobbing beschreibt ja den "Kampf" gegen Artgenossen, vermeintliche Feinde quasi. Rudeltiere greifen ja nur im Rudel an, wenn sie sich stark genug fühlen, einzeln wären sie dem Jagdtier unterlegen. Noch bin ich mir nicht sicher ob man das auf das Mobbing von Menschen gegenüber anderen Menschen anwenden kann, aber es wäre ein Trost. Bleibt nur die Frage, warum sich der mobbende Mob bedroht fühlt, oder auch wovon... Und warum mobben wir eigentlich keine Tiere, Hunde zum Beispiel? Oder Wölfe, die sind echt gefährlich für uns!
Sonst noch was? Nach all den Erfolgen im letzten habe ich mir viel vorgenommen für dieses Jahr, jetzt nur keine kalten Füße kriegen. In Frankfurt werden die eher nass momentan, ich durfte heute beobachten wie die Kanus aus dem überschwemmten Vereinshaus in Sicherheit gebracht wurden. Der Main tritt also über die Ufer, nur auf dem Konto herrscht Ebbe. Das liegt jedoch daran, dass ich soviel sparen will, für viele kleine und die eine große Reise wenn alles vorbei ist. Bis dahin kann man ja im Traum schon mal losfliegen...
* zum Weiterlesen: Lorenz, Konrad: "Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression." 1974 DTV
Vorher: Weckerklingeln, oh du unbarmherziges Geräusch... da hört es auch schon auf, ich drehe mich einfach um, versinke weiter in wirren Träumen... Irgendeine unbekannte Zeit später finde ich mich mit einer Tasse Kaffee wieder und erwehre mich den Sprüchen meiner Eltern. Hey, zu Hause ist wie Urlaub und dazu gehört unverschämt lange schlafen und im Nachthemd am Frühstückstisch sitzen. Genauso wie endlose Abende in der Neustadt mit anschließender Dönerorgie. Vor den Feiertagen schnell noch einkaufen, außerdem gibts Nutella im Sonderangebot, und überall liegt so viel Schnee, ich liebe Schnee! Nur die Fußwege sind Einbahnstraßen und dieses Pärchen mit Kinderwagen läuft so langsam, maaaaanno. Huch, wieso halten die ungefragt an und lassen mich vorbei? Achja, ich bin in Dresden. Ich komme am Haus meiner verstorbenen Großeltern vorbei und werde wehmütig, auch nach all den Jahren vermisse ich sie noch. Da ist es als höre ich sie sagen: Sei nicht traurig. Wir haben unser Leben gelebt. Jetzt bist du dran!
Es geht nichts über Weihnachten in Familie! Klar, die besinnliche Seite und das Gefühl des Besonderen, das ist etwas für Kinder und religöse Menschen. Aber das vertraute Chaos in mitten von Verwandten, die jährliche Zusammenkunft und das unterdrückte Aufbegehren gegen die immer wieder kehrenden Belehrungen, haben einen Wert den man nicht ermessen kann. Die Familie ist wie schlafen, das hat man sich nicht ausgesucht, man muss es einfach tun, und die Träume sind ein wenig wie in den Spiegel schauen. Am schönsten sind die Abende mit meinen Eltern, der Stereoanlage und einem Gläschen Sekt/ Schnaps. Zugegeben, ich bin die einzige die tanzt, aber wozu soll ein Wohnzimmer sonst gut sein? Die Mutsch lächelt zufrieden, die Füße wippen im Takt, der Paps freut sich, dass die Tochter auch vernünftige Musik hört. Vielleicht liegt es am Alkohol, aber mich überkommt die Gewissheit, dass immer alles gut wird. Außerdem ist mir total warm vom tanzen. Selbst nachts sieht die Winterlandschaft wundervoll aus, ich würde am liebsten mit dem Kopf aus dem Fenster schlafen. Herrje, was ist Schnee wunderbar! In mir sträubt sich alles bei dem Gedanke, bald wieder fort zu müssen. Lieber noch ein gutes Lied vorm Einschlafen hören: http://www.mtv.de/videos/267783
Nachher: yeah... ein neues Jahr! Endlich wieder das Gefühl haben, dass es von vorne losgeht, dass man über Los geht und wieder alle Türen offen stehen. Im letzten Jahr bin ich noch schnell umgezogen, Führerschein gemacht und jetzt... ja, was kommt jetzt? Geht's eigentlich noch, also noch besser? Wir werden sehen, sprach der Blinde, und beim Blei gießen wird so lange nach einer Form gesucht bis etwas positives auftaucht. Noch einen Monat auf Arbeit durchhalten, dann geht das Praktikum los, also volle Kanne arbeiten und zwar für ein halbes Jahr. Meine größte Sorge ist wie ich nebenbei zum Kochen kommen soll, ohne ginge ja mal gar nicht! Zumal in der neuen WG oft zusammen gekocht wird, gerade eben haben wir mein Schoko-Fondue eingeweiht. So langsam fühle ich mich daheim, was aber auch schwer zu verhindern ist... Der erste Morgen begann mit einem Sonnenaufgang direkt vor meinem Fenster und Bob Dylan Musik aus dem Zimmer des Mitbewohners plus einem gemeinsamen Frühstück. Und seitdem wird es immer besser! Es ist ein gutes Gefühl Leute auf meiner Wellenlänge gefunden zu haben, zumal ich schon befürchtete, die gibts nicht mehr mit freiem Zimmer! Also vorerst verstehen wir uns prächtig, die Türen stehen eigentlich immer offen und es gab noch kein Chaos obwohl wir keinen Geschirrspüler und dafür einen spukenden und spuckenden Wasserhahn haben. Vorsätze? Ha, das hab ich abgeschafft nachdem sich die Sache mit dem "Kein Sex vor der Ehe" erledigt hatte. Aber ich sollte öfter klettern gehen und mehr Komplimente verteilen, dafür weniger faul sein und mich seltener fertig machen (lassen). Wohlan, "Dirty 11", was haste im Gepäck? Sei mal nicht so zimperlich, komm doch rein und setz dich, trink nen Tee, es gibt auch Gebäck.
PS: Lieber Leser, noch eine kleine Anmerkung. Mach dir keine Gedanken wie ich auf all die Sachen hier komme (es passiert einfach) und vor allem nimm doch alles was du hier liest als Kompliment (ich muss meine nicht gemachten Vorsätze einhalten). Und hör dir immer schön meine Musik an! Dann, ja dann wird alles gut werden.
Tralleri-trullala, heute ist der Niklaus da! Und was hat er mitgebracht? Ne Erkältung, ne mittelmäßige Probeprüfung und deutsche B-Prominenz bei x-Factor. Gut zu wissen, dass es so kommen musste! Irgendwann werde auch ich mal krank, aber halt, ich bin es ja viel zu oft. Die Party auf dem Bayreuther Turnier war aber auch geil und ich hab gedanct wie die Sau, immerhin konnte ich als Co-DJ die Mugge mitbestimmen. Gegen 3Uhr wurde ich quasi nach Hause gezerrt und wachte am Sonntag Morgen nicht allein im Bett auf, Mr. Schnupfen hatte sich dazugesellt. Mandarinen, Zitrone und viel Schlaf ist jetzt meine Medizin, und morgen bin ich sicher schon wieder fit... Muss ja! Am Freitag ist Umzug und ich habe noch nicht gepackt. So richtig hab ich auch die Probeprüfung heute nicht gepackt, war nur mittelmäßig dank des völlig fehlgeschlagenen Einparkens! Whaaahaat? Ausgerechnet, dabei ist das doch das einfachste! Jetzt hab ich noch Zeit zum Üben. Nur will nebenbei noch der Urlaub vorbereitet werden, viel Arbeit auf Arbeit steht an, und... ach ja, the crazy little thing called Weihnachten. Noch fühlt sich diese kilometerlange-ich-seh-noch-nich-ma-das-Ende-TO-DO-Liste wie die Hölle an, umso schöner wirds wenn alles geschafft ist...
Und was steht heute auf dem Menü? Natürlich was neues, diesmal aus der Kantine von Arbeit.
Obwohl viele Leute mit der Nase rümpfen wenn sie hören, dass ich im 11. Semester bin, so wissen sie wohl nicht, dass ich auf Arbeit mehr Zeit verbracht habe als in der Uni... Ich wollte unbedingt finanziell unabhängig von meinen Eltern sein, vor allem weil die selbst nicht so viel Geld haben! Damit erspare ich mir mich zu rechtfertigen wofür ich mein Geld ausgebe und kann selbst Verantwortung übernehmen. Das ging teilweise zu Ungunsten der Länge des Studiums, aber definitiv zu Gunsten meines Erfahrungsschatzes.
Warum ich unter anderem im Behindertenheim gelandet bin...? Tjaha. Hat nichts mit dem Studium zu tun. Genauso wenig stehe ich drauf behinderten Menschen Windeln zu wechseln, aber ich steh auf den Sinn der Sache, den Gehalt und all die Herausforderungen. Auf der einen Seite möchte ich gern Menschen helfen die sich selbst nicht helfen können, auf der anderen Seite fühlt man sich wie ein Sklave, gerade wenn man auf die Mitleidstour hereinfällt... Auch wenn ich im Grunde meines Herzens alle bedauere, die mit einer Beeinträchtigung leben müssen, so gehen mir doch gerade die auf meinen nicht-vorhandenen-Sack, die dieses Mitgefühl ausnutzen. Man stelle also fest, Behinderte können genauso Arschlöcher sein wie alle anderen. Rechnet man das mit ein, ist die Arbeit immer noch physisch anstregend und, nunja, eklig. Auch wenn man einige Jahre da ist und bereits viel an Körperflüssigkeiten in sämtlichen Formen gesehen hat, schlecht kann einem trotzdem noch werden! So ging es auch einer Kollegin, die schon Ewigkeiten da arbeitet und sich eines morgens trotzdem in die Badewanne übergeben musste weil ein Bewohner seine eigene Sch***e nicht nur überall verschmiert, sondern auch gegessen hatte. Ja! Das war sie, die Knaller-Geschichte, das absolute Extreme, der Blick in den Abgrund. Und trotzdem bei weitem nicht so grausam wie die seelischen Abgründe, denen man manchmal gegenüber steht. Klar gibt es auch postive Dinge, aber die scheinen eher etwas besonderes zu sein als normal. Überhaupt ist "normal" im Behindertenheim ein recht absurdes Wort... Erst heute hätte ich fast jemand vorgeschlagen einen Schneemann zu bauen, bis mir einfiel, dass sie ihre Hände gar nicht richtig bewegen kann. Und doch gibt es eine Normalität, parallel zu unserer und genauso sorgfältig konstruiert und befolgt. Der Alltag wird bestimmt von Langeweile, das muss das Schlimmste sein! Außer Fernsehen und gelegentliche Ausflüge bleibt nicht viel, manche Bewohner sind sogar die ganze Zeit im Bett. Und über allem thront die absolute Abhängigkeit von der Pflege durch jemand anderen, dessen Launen und Absurditäten. Mir ist schnell klar geworden, dass ich mich unglaublich glücklich schätzen kann, in einer solch tadellosen körperlichen Verfassung zu sein. Diese Erkenntnis hat mein Bewusstsein seitdem nicht mehr verlassen.
Es ist schwer die Erlebnisse mit Behinderten in Worte zu fassen ohne dass es arrogant klingt. Dabei beanspruche ich nicht einmal zu verstehen wie sich so ein Leben anfühlt, ich urteile nur darüber, aus meiner ganz eigenen Sicht. Es wird erst dann fair, wenn man sich wirklich auf die Menschen einlässt, sie als das erkennt was hinter der körperlichen Fassade ist ohne diese zu vergessen. Eine schwierige Sache, aber lohnenswert. Meine Bewunderung gilt meinen Kollegen, die noch viel öfter und viel länger im Behindertenheim arbeiten und den Umgang mit den Bewohnern als selbstverständlich ansehen. Mit den meisten habe ich mich gut verstanden und ebenso gaben mir viele das Gefühl, dass sie mich schätzen, selbst wenn eine Chefin mich gern als "die Verrückte" bezeichnet. Natürlich werden mir auch ein paar von den Behinderten fehlen, die so geduldig, offen und nachsichtig mit mir waren. Ich werde die Windeln, Urinbeutel und allmorgendlichen Kämpfe gegen Spastik, zum Beispiel beim Ankleiden, nicht vermissen! Am Ende bleibt vor allem die Gewissheit, etwas wertvolles geleistet und eine Menge gelernt zu haben, sowie die Erinnerung an Heidis erstickungsartiges und Lachen über Kleinigkeiten. Sie ist seit von Geburt an im Rollstuhl und einer der positivsten und fröhlichsten Menschen die ich kenne.
Da war ja ne Menge aufm Tisch in letzter Zeit! Ich komme gar nicht hinterher mit berichten, doch auf der anderen Seite ist es schön mal mit "nu abor gloar!" zu antworten auf die Frage: "Und, gibts was neues?" Mein Menü der letzten Monate war durchaus bekömmlich, sowohl dass was ich selbst gekocht habe als auch die Überraschungseier. Ein besonders fauliges des letzten Jahres war ja die Situation in meiner WG. Der Anfang vom Ende begann mit einem Gespräch, und es wurde ersichtlich, dass die Dinge nicht besser werden werden, also beschloss ich auszuziehen. Oder auch wurde beschlossen, die anderen wollten jedenfalls nicht ausziehen. Aber ich hatte gar keine Lust auf Anschuldigungen etc., wollte nur meine Ruhe und nicht alles ausdiskutieren und so endete es nicht im Streit! Zum Glück sind wir alle erwachsen! So ging es auf in den Kampf der Wohnungssuche, d.h. ich als eine von vielen auf einer langen Liste von potentiellen Mitbewohnern, das Dilemma kennen wir ja. Die erste WG war nett, aber die Wohnung, naja, im Treppenhaus roch es sehr nach Urin... Die zweite WG war oben im Norden und super-gemütlich mit Dachschrägen und Balken im Zimmer, aber mit ... wie sage ich das... sehr weiblichen Mitbewohnerinnen... also nichts für mich! Bei der dritten WG war das Zimmer sehr klein (12qm), dafür gibts ein Gästezimmer, Wohnzimmer und eine Dachterasse; die Mitbewohner wirkten sehr entspannt und meine Augen begannen spätestens dann zu leuchten als sie von ihren Couchsurfern sprachen... Perfekt, da wollte ich hin! Und was soll ich sagen, sie haben mich auch genommen, obwohl sie lieber noch einen Mann wollten. Juchu, ich kann mein Glück kaum fassen! Am Montag hab ich den Vertrag unterschrieben, wurde gleich noch zum Abendbrot eingeladen und hab mir meinen ersten positiven Eindruck noch verstärken können. Der Umzug ist am 10. Dezember, detaillierte Infos, auch zu Wohnung und der Gemeinschaft folgen!
Und da wir wieder beim Essen waren, dazu die Reihe "Kochen mit Saisongemüse": In der neuen WG gab es Kürbissuppe, lustigerweise hatte ich vor kurzem genau die gleiche Idee, nämlich mal was mit Kürbis zu kochen. Da wir ein riesiges Exemplar auf dem Markt erstanden hatte, konnte ich mich richtig austoben. Erst gab es massig Kürbissuppe, danach Teigtaschen mit gebackenem Kürbis und Feta (siehe Bilder) und schließlich eine Kürbislasagne. Alles sehr lecker und gut gelungen, aber nun reicht es mir auch bis zum nächsten Herbst!
Und in der nächsten Folge der brisanten Neuigkeiten, die es zu verdauen gilt, erfahrt ihr dann wie es mit der Fahrschule läuft und ob ich weiterhin laufen muss, welche Taktiken ich mir einfallen lasse um in der Uni nicht in einen tiefen Schlaf zu fallen und außerdem weitere tolle Dinge, die ich gekocht, gebacken und genüsslich verzehrt habe!
WUSSTEST DU SCHON? Auch Sailor Moon hat eine Frisbee als Waffe! Guckst du. Ich werde jetzt auch immer rufen: "Frisbee, flieg und sieg!"
Mein Favourit der Kalenderblätter! Simpel, beeindruckend, verwirrend, bizarr, futuristisch und auch irgendwie gestrig. Äußerlich schwarz-weiß, aber innerlich aufwühlend.
...der Herbst hat gerade erst begonnen, man kann gar nicht genug aus dem Fenster sehen! Ich liebe diese Zeiten in diesen Farben! Genießen wir doch mal für einen Moment die Blätter auf den Gehwegen und den frischen Wind im Gesicht... Dazu bewahren wir den Spirit des Sommers mit Erinnerungen gebacken in Musik und guten Freunden auf dem Sofa.