Mittwoch, 3. Oktober 2007

Semesterurlaub und andere Vergnügen (updated!)

ok, some more stuff right on the beginning...
gotta see this fantastic song, but everyone´s gotta make sure to watch until the end!!! I love it!


and this,oh my god, funny, what amazing things you can find on YouTube! have you ever seen a beatboxing flute player?



and finally something from crazy Japan: Human Tetris!



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juchu, in wenigen Minuten darf ich dann zum 3. Mal erzählen, was wir lustiges in Norwegen erlebt haben, bisher waren aber noch alle von dne Fotos beeindruckt. ich würd ja auch mal hier welche hochladen, da müsste ich jedoch alle weglassen, auf welchen ich dumm gucke und dann bleiben da nich mehr viele übrig... außerdem is der Bericht noch nich fertig... aber baaaald *muhaha*

jedenfalls: ich war ja nu schon 2mal in Berlin, u.a. um mir ein studentisches Projekt SCHATTEN AUF BERLIN anzusehn, es war der Hammer, unbedingt sehenswert!!! Besonders die Filme unter "Dunkle Winkel", stets erheiternd und beängstigend zugleich...

nicht unerwähnt sollten natürlich die tolle Grillparty im Prenzlauer-Berg-Park sein -
















bei welcher auch Sine anwesend war, juchu:) hammer, soviel leckeres Essen hab ich lange nich genießen können getan (Maiskolben mit Knoblauch-Butter, Folienbanane mit Schokolade, gegrillte Champignons mit Käse gefüllt,...mmmmh!)

wovon ich auch scho länger berichten wollte: dank der Info meines tollen Nachbars mit der Puffhose - danke Heiko, auch für die vielen lustigen Spieleabende und irgendwann werden wir auch mal gewinnen! - erfuhr ich von VOLKER PISPERS , ein wundervoll hämisch und stets politisch korrekter Kabarettist. Bei youtube finden sich eine Menge Stückchen seiner Auftritte, hier eine Kostprobe:

Natürlich teilweise stark übertrieben und pauschalisiert, aber wie wohl noch die meisten aus Zeiten des Deutsch-Unterrichts wissen, kann man das von einer Satire erwarten...
und ich hab bestimmt nichts gegen Amerikaner! wie könnt ich? ;)

oh, ein Anruf..gotta go!:)

Samstag, 29. September 2007

"Du bist nich der Bestimmer der Schokolade!"

*


tja, wie anfangen ohne dass es wie ein Zeitungartikel oder gar Tagebucheintrag klingt? gar nich drüber nachdenken, am besten, Daniel meinte, das tu ich eh nich bevor ich was schreibe, aber warum es sollte es anders sein als beim reden? oder wie Peda jüngst meinte: "Woher soll ich wissen, was ich sage, ... [bevor ich höre, was ich denke]?" und das direkt nachdem er seine Augenfarbe als eindeutig "Graun-brün" identifiziert hatte...
man sieht, die Ereignisse überschlagen sich, doch das sind mein Leben und ich gewöhnt, wenn alles nach Plan laufen würde, schreckliche Vorstellung, dann müsste man erst mal ein haben.
Apropos "einen haben", zum Thema BESITZTÜMER gibt es Neuigkeiten: Wir haben endlich DSL und Telefon-Flatrate in Offenbach, weshalb sich die Zeit zu Hause wohl nun verdoppeln wird. Dadurch hat der Nachbar links von der dünnen Wand noch öfter die Gelegenheit meinen Gesprächsmarathonen..thons...thaten beizuwohnen. Der Nachbar rechts von der dünnen Wand hat übrigens einen an der Waffel (oder gibt es musikalisch ein größeres Verbrechen als Hip-Hop, Schlager und The Best of BRAVO HITS 96 auf einer kaputten Anlage in höchster Basslage abzuspielen?) und wenn meine Meerschweinchen nich wären, hätt ich schon längst mal probiert, welche Dezibel meine Anlage so drauf hat.
Apropos Meerschweinchen: ich bin ja sehr dankbar, dass die sich schön an meinen Bio-Rhytmus anpassen, also wach sind und schlafen, wann immer ich es tu, jedoch scheint das daran zu liegen, dass sie in kurzen Intervallen wach sind und schlafen. Ein typischer Tag für Schweine: wach werden, futtern, sich anquieken, futtern, schlafen, futtern,... naja is scho klar. Was will man von Tieren erwarten, die zu 90% aus Magen bestehen?
Apropos bestehen: es besteht momentan wohl kaum Hoffnung, dass ich noch lange durch halte, is spät, Federweißer wirkt, der Rest kommt kurz, zu kurz. Jeweils ein Gedanke, danach Schweigen, Raum für eigene.

[Soundtrack: Elton John - Recover Your Soul, Original Sin, Written In The Stars, Circle Of Life, Don´t Let The Sun Go Down On Me]

Wenn Glück bedeuten würde, alles im Leben zu erreichen, wäre der Mensch niemals glücklich, dazu ist er zu strebsam.

Sollte mich nicht mein Streben glücklich machen und nicht das Ziel allein?

Ich muss in Bewegung bleiben, wenn ich damit aufhöre, bin ich tot.

Warum glaube ich, irgendwann verstehen zu können, warum ich strebe, und was eigentlich das Ziel ist?

Aber es ist ganz einfach: Ohne Problem keine Lösung.

Das wiederum heißt, jegliches Kopfzerbrechen ist sinnlos, es ist zum Scheitern veruteilt, da ich nie aus allen Winkeln auf mein Leben blicken werden kann.

Als Kind fehlt mir die Weitsicht und Vernunft, als Jugendliche erst recht, als Erwachsene Wille und Fantasie und als Alte die Kraft.

Um neu lernen zu können, muss ich vergessen. Und dann nochmal lernen.

Aber muss ich wissen, wie Glück funktioniert, um glücklich zu sein?

Was macht man, wenn das eigene Glück des anderen Unglück bedeutet?

Manchmal will ich gar nicht glücklich sein. Aber auch das musste ich erst lernen.

Schön ist, wenn man noch von sich selbst lernen kann. Gerade eben hab ich noch mit meiner Familie ein Weihnachtsvideo von 1992 geguckt und dabei unglaubliche Sachen festgestellt:
mein bruder konnte mit 3 Jahren schon sächseln, mein Vater hat in der Zeit bis heute jedes Jahr ein Kilo zugenommen und meine Mutter war damals Pudelfrisuren-Trägerin.
Ich selbst habe mich bis heute kaum verändert: Ein Organisationstalent, gehorsam und stets ehrlich (Weihnachtsmann: "Warst du auch immer lieb?" - Ich: "Manchmal!"). Damals schon hatte ich im Gefühl, dass man die wichtigen Dinge des Lebens nicht kontrollieren kann und meinte zu meinem Bruder, als dieser meinem Cousin die Ost-Nutella vorenthalten wollte: "Du bist nicht der Bestimmer der Schokolade!"


*

Donnerstag, 6. September 2007

"wir hatten ja keine Ahnung..." - instead of a mass mail

...und wieder komme ich nicht umhin mir einzugestehen, wie toll das Leben ist!

Neil Young meint dazu:

I was lying in a burned out basement
With the full moon in my eyes.
I was hoping for replacement
When the sun burst thru the sky.
There was a band playing in my head
And I felt like getting high.
...



(photo: not to show-off but to inform ;) )

Mittwoch, 29. August 2007

Turnier der Überraschungen - Tournament of Surprises


>>>fotos/ pics<<<

Dienstag
Gähn... mann, wie lange habe ich wohl geschlafen? Nö, oder??? Ist es tatsächlich schon 12:30 Uhr? Unglaublich! Der erste Tag nach dem Turnier, ich war total alle, denke nun mitleidig an meine armen Mitspieler, welche zwecks Arbeit sicher schon vor Stunden aus den Federn mussten. Achja... das Turnier... Unglaublich! Es war einfach der Hammer... Vor allem wenn ich daran denke, wie kompliziert alles angefangen hat...
(der Bildschirm fängt an zu verschwimmen, Szenenwechsel...Geschichte spult zurück..)
Freitag
Wir sausen durch die Luft, unter uns ein schwarzer Teppich mit tausenden funkelnden Lichtern, von Uwe lange bewundert. Joe bastelt ein Papierflugzeug für mich, leider bin ich schon zu alt und vernünftig um es durch die Reihen zu werfen, stattdessen draussen auf der Treppe Richtung Turbine, Konfetti wär toll, aber so weit kommt es nicht. Total runtergekommen vom Training der letzten Wochen humpel ich mit meiner Monsterblase am Fuß Richtung Gepäckrückgabe, nehme mir einen Rollstuhl und amüsiere mich über die Gesichter der Angestellten als ich nach einer Weile plötzlich aufstehe und weggehe. Der Bus bringt uns zum Bahnhof in Nottingham, ein paar nette Polen mit ihrem Auto zum Spielfeld, denn Laufen wäre ihrer Meinung nach angesichts des lebensgefährlichen Stadtviertels weniger ratsam. Meine Füße danken, mein Rücken auch. Es hat etwas von „Herr der Ringe“ als wir auf der Suche nach dem Campingplatz einen Hügel hochlaufen und sich vor uns plötzlich ein Meer von Zelten auftut. Dank mobiler Kommunikationsgeräte finden wir Wayne und April und errichten unsere Festung direkt neben ihnen. Zeit, das Team kennenzulernen: Meike, Russ, Rob und Akin, Fortsetzung folgt. Mir fehlt Schlaf, will eigentlich nur ins Bett, aber wie das immer so ist (muss sich wohl um ein Murphysches Gesetz handeln) zeigt die Uhr Viertel 3 bis ich mich in der Senkrechten befinde, etwas besorgt um Joe, welcher ohne Schlafsack der frostigen Nacht tapfer entgegenblickt, und besorgt um meinen Fuß, welcher seine Unlust über zuviel Belastung -wie 3 Meter laufen- gerne mit Schmerzen zum Ausdruck bringt.
Samstag
Ich sehe den anderen beim Frisbee zu, Scheiben fliegen durch die Luft, dann erklingt eine merkwürdige Melodie...langsam dämmert´s mir, es war ein Traum, es ist 7 Uhr morgens mitten in der Nacht, draußen Totenstille. Sind etwa alle schon beim Frühstücken? Nein! Die denken nämlich auch, dass es noch viel zu früh ist. Hilft ja nix, eine halbe Stunde später starre ich gemeinsam mit ein paar anderen verschlafen auf ein paar Packungen Frosties und Toasts mit einer Auswahl an Butter oder Marmelade als Belag, und alle denken wir das gleiche: Das soll unser Frühstück sein? Fängt ja gut an, denke ich, und höre diesen Gedanken laut ausgesprochen, auf Deutsch... juchu, habe so eben weitere Teammitglieder entdeckt: Arne und Yvonne! So langsam nimmt die Mannschaft Formen an, da kommt der nächste Schock: Ein Franzose spielt bei uns mit! Nee, ich geh kaputt, wo gibt's denn sowas? Es ist zu früh für so einen Scherz, die anderen sehen mich geschockt-empört an, und am Ende ist der Franzose auch noch total liebenswert und natürlich ein super Spieler. Was für eine Überraschung! Oh Fettnäpfchen, geliebter Freund...
Bevor es nun ernst wird schnell noch die Füße tapen: die böse Blase wird einfach abgeschnitten, das Stück ist so groß, dass man einen neuen Fuß draus basteln könnte. Alle fertig, Team Deutschland versammelt sich, geballte Power, „Vorsprung durch Technik!“ schallt mit englischem Akzent über das Feld, das Spiel beginnt. Es gestaltet sich zweiseitig wie ein Frisbee: Einerseits bin ich begeistert, dass wir so viele kompetente schnelle gut werfende Leute haben, andererseits verlieren wir. Dass ich die Scheibe nicht einmal berührt habe, ist bedenklich aber schon ok, bin ja nicht nur die jüngste, sondern auch mit Abstand die Unerfahrenste. Lustig wird's beim anschließenden „Deutschland Mix und Mingle“, Russ kreative Vorstellung wie typisch deutsche Dinge mit Personen dargestellt werden könnten. Die Sonne sagt Hallo, beobachtet unser nächstes Spiel, gemeinsam mit den Polen, welcher unserer Einladung gefolgt sind und nun Zeuge der nächsten Niederlage von Team Deutschland werden. Erwähnenswert ist der Punkt gespielt nur von „richtigen“ Deutschen, welchen wir auch fast gemacht hätten, wenn nicht Arne mir die Scheibe so fest in die Endzone zugeschleudert hätte bzw. ich nicht vor lauter Aufregung jene endlich mal zu berühren alles vermasselt hätte. Nun ja. Zwar wird unsere Mannschaft ab dem 3. Spiel richtig gut, d.h. so langsam werden wir ein Team und spielen richtig miteinander, ich mache ein paar Punkte und fühle mich weniger überflüssig, alle lernen wir uns besser kenen. Leider steigern sich die anderen ebenfalls und so verlieren wir auch die nächsten beiden Spiele, wir können immerhin mit unserem Deutschland Mix und Mingle beeindrucken. Mich beeindruckt vor allem, dass ich überhaupt rennen kann und gar keine Schmerzen habe, trotz der zweiten riesigen Blase an der Sohle meines anderen Fußes. Mittlerweile ist es schon abends, das letzte Spiel steht an, wir liegen von Anfang an vorn und holen am Ende den Sieg, unbeeindruckt von dem Strip, welchen die Gegner sicherlich in der Hoffnung auf Ablenkung hinlegten. Zufrieden mit uns verschwindet die Sonne hinter den Hügeln und wir in der Dusche. Ahhhhhh, Wasser! Tolle Erfidung, wenn auch eklig warm nach so viel Schwitzen... Wie von allein finden unsere Mägen den Weg zum Restaurant und trotz der üblichen Komplikationen bei so vielen hungrigen Leuten steigt das Glücksgefühl proportional zur verzehrten Menge Essen. Endlich wird Freezemaster eingeführt, mir fehlen die Worte um das zu beschreiben, es ist einfach nur unglaublich lustig. So machen wir uns zahlreiche Lachkrämpfe und Hühnerschenkel später auf den Weg zurück zum Zentrum des Geschehens. Ich kann kaum noch laufen und bin hundemüde nach 2 Nächten zu wenig Schlaf und einem Tag voller Sport, was mich NATÜRLICH nicht davon abhält als erstes eine Runde Leuchtfrisbee zu spielen und anschließend voller Enthusiasmus die Party im Zelt auf dem Sofa zu starten und bis 5 Uhr wach zu bleiben. Haltet mich für verrückt, jeder wird euch Recht geben, aber bei so netter Gesellschaft und dem spannenden Jenga Match „Uwe gegen den Rest“ erscheint Schlaf tatsächlich als eine unkreative Beschäftigung für alte Leute. Die kalten Nächte haben übrigens gewonnen, Joe ist in das Hotel umgezogen, Weichei! Aber im Grunde bin ich nur neidisch, so viel Geld will ich auch mal haben...Dann würde ich mir einen warmen Schlafsack davon kaufen...
Sonntag
Es ist früh, ich will nicht aufstehen... Die Zeit will einfach nicht auf mich hören und langsamer vergehen, so ein Quark. Das Aufwachen ist toll, seufz, nur bewegen will ich mich lieber nicht. Meine Muskeln sind auch nicht so begeistert von der Idee, aber draußen wartet schon die Sonne und der Rest meines Teams, welchem ich ein gemeinsames Frühstück um 9 vorgeschlagen hatte. Pünktlich viertel 10 humpel ich zu ihnen mit einer Tasse kalten Kaffee und stopfe lustlos die Frosties in mich hinein, dann müssen wir auch schon wieder los, ja richtig, da war ja was... Frisbee! Wayne stellt komische Fragen auf dem Weg, ich finde es jedoch gut zu wissen, dass sich der Käptain um mich und die Mannschaft kümmert. Da es immer noch kein Pflaster gibt, welches groß genug für meine Blasen wäre, werden die wieder komplett zugetapt. So tragen mich meine Füße beschwingt in die Endzone, wo sie während des ersten Spieles in Zusammenarbeit mit scheibenfangender Hände ein paar Punkte erzielen und zu einem weiteren Sieg beitragen. Auch das nächste Spiel gewinnen wir, die Laune steigt, Russ fällt, staucht sich das Handgelenk. Von da an kann der „Gummibär“ (O-Ton gegnerischer Frisbeespieler) nur noch Fotos machen und der Rasen bleibt von seinen Dive-Kratern verschont. Team Deutschland kann während der nächsten Spiele die Punktetafel nicht für sich gewinnen und rächt sich u.a. mit Wassergranaten bzw. entspannt sich bei einem kühlen Bier in der Sonne. So ganz nebenbei wird die Schatzsuche geplant, ein durchaus lustiges Unterfangen, vor allem da Rob tolle Ideen hat, wir eine Menge Dinge kombiniert werden könnten: Beispielsweise das Pint Flusswasser als Hauptbestandteil des Cocktails, zusammen mit den Barthaaren, dem Glasauge und dem Schiffchen darauf schwimmend. April ist besonders engagiert und besorgt den Löwenanteil der Schatzsuche, fehlt nur noch der Name des tollen Frisbee-Cocktails. Nach dem Duschen wird in der Kneipe ausführlich darüber diskutiert wie denn ein Getränk mit Espresso, Wein und Magnesiumtabletten heißen soll, bis es bei mir klickt macht: „Blitzkrieg“ soll es heißen. Und schmeckt gar nicht mal so schlecht...! Da es beim Karaoke keinerlei deutsche Lieder gibt, trabt die komplette Mannschaft mit einer Menge Bier bewaffnet nach drinnen und wieder amüsieren wir uns bei witzigen Spielen. Ich habe noch nie so viel gelacht bei einem Turnier, echt unglaublich! Es ist toll, wie wir zusammen Spaß haben und komische Tiere nachmachen oder mit unseren Händen auf den Tisch klopfen. Wär hätte gedacht, dass unser Team Deutschland noch so gut zusammenfinden würde? Was für eine Überraschung! Schließlich machen wir uns auf den Weg zur Zelt-Party, kurz nachdem wir rausgewurfen worden. Der Versuch zu tanzen endet bei mir in einem Muskelkrampf und nach 3 Nächten zu wenig Schlaf und 2 Tagen voller Sport sollte ich mal früh ins Bett gehen. NATÜRLICH hielt das mich nicht davon ab, gemeinsam mit den restlichen hartgesottenen Deutschen und Quasi-Deutschen die Party zu rocken, d.h. den Briten dabei zu sehen wie sie zu uns unbekannter Musik abgehen und etwas mitschunkeln. Die Polonäse um das Party-Zelt empfinde ich als eine gute Gelegenheit zu gehen und so torkle ich mit Rob Richtung Zelt, angetrunken und total erschöpft vom vielen Leben-genießen fallen wir einfach so hinein und bleiben liegen. Jedoch handelt sich bei dem Foto, das Wayne von 2 Personen in einem Zelt gemacht hat nicht um uns, bei meinem Foto hingegen wo jemand gegen den Zaun pinkelt, ja, das ist Wayne! Mein letzter Gedanke vorm Einschalfen: Was für ein Tag! Und: Hoffentlich kann ich morgen laufen...
Montag
Es ist doch jeden Morgen das gleiche...aber was soll aus einem Tag schon werden, der mit Aufstehen anfängt? Wir werden immerhin durch tolle Musik geweckt, der Moderator fragt nach Ergebnissen des letzten Tages zwecks Spielplanerstellung, ich rufe „Wayne! Get up!“, einige würden das frech nennen, ich nenne es faul. Diesmal verzichte ich auf Frühstück, nur Kaffee, das hatte schon damals in Leipzig gereicht. Wie durch ein Wunder kann ich noch laufen, was für eine Überraschung! Das erste Spiel verlieren wir, aber als April während des zweiten berichtet, dass Team Deutschland die Schatzsuche gewonnen hat und wir für nächstes Jahr kostenlos Plätze ergattert haben, gibt uns das Energie; ich bin sogar so motiviert, dass ich mit Meike zusammenstoße beim Versuch zu punkten. Autsch! Aber wir gewinnen und holen uns den 21. Platz von 37, nicht schlecht Herr Specht! Obwohl sich der viele Sport und Schlafentzug so langsam bemerkbar machen, bin ich richtig enttäuscht, dass wir nur zwei Spiele haben, aber die Dusche entschädigt. Nach dem lästigen Packen und einem leckeren Burger eile ich zum Finale, wobei ich davon kaum etwas mitbekomme... Es ist so schade, dass nun alles schon wieder vorbei ist und ich von den anderen Abschied nehmen muss, wobei ich mir heute endlich die Namen gemerkt habe. Nunja, es hilft ja nichts. Durch ein kompliziertes Verfahren gelangen Uwe, Rob und ich mit Waynes Kumpel zum Bahnhof und sparen uns mal wieder das Laufen, Gott sei Dank. Wie immer gibt es etwas Stress auf dem Flughafen, alle außer Arne (welcher uns Sonntag abend bereits verlassen hatte) und Thomas warten gemeinsam und spielen eine letzte Runde Freezemaster. Dann muss ich mich schweren Herzens von Rob und Russ verabschieden, die den Flieger nach Berlin nehmen, auf dem Kölner Flughafen von Andreas, Akin und Meike und vor meiner Haustür schließlich von Wayne, April, Joe und Uwe. Ups, schon wieder da, wo ist die Zeit hin? Zu Hause endlich meinen Meerschweinchen und meiner Mitbewohnerin ein bißchen vom Turnier berichten, wobei die Worte „krass“ und „überraschend“ ziemlich oft fallen. Aus Gewohnheit bleibe ich noch ein paar Stunden wach, aber irgendwann ist auch bei mir die Batterie leer. In Gedanken bin ich noch auf dem Copa Capana und grinsend schlafe ich ein, denke: Nee, war das toll, so was von lustig, dass hätt ich nicht erwartet, was für eine Überraschung!

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Tuesday
Yawn...my god, how long did I sleep? No way?! Is it really already 12:30? Unbelievable! The first day after the tournament, I was so worn out, now thinking compassionately of my poor teammates who certainly had to get out of bed for work hours ago. Oh well,the tournament... Unbelievable! It was so amazing! Especially when I think of how complicated everything began...
Friday
We´re whizzing through the air, beneath us a black carpet with thousands of sparkling lights, admired by Uwe for some long minutes. Joe´s making a paper airplane for me, unfortunately I´m too old and reasonable to throw it over the other people´s heads, instead I do it outside on the stairs in direction to the turbine, confetti wouldbe cool, but it doesn´t fly that far. Totally worn out due to the last weeks´ training I hobble with that monster-blister on my foot towards the bagage reclaim, take a seat in a wheel chair and enjoy the employes´ faces as I suddenly stand up and just walk away after a while. The bus takes us to the central station in Nottingham, some nice polish people take us to the fields with their car, because in their opinion walking through this life-threatening area is less wise. My foot is grateful, my back as well. I feel like in „Lord of the Rings“ when we ´re walking up a hill searching for the campsite and suddenly heaps and heaps of tents show up. Thanks to mobile communication utensils we find Wayne and April and set up our fortresses right next to them. Time to get to know the rest of the team: Meike, Russ, Rob and Akin, to be continued. I have a lack of sleep, just wanne go to bed but as usual (must be one of Murphy´s laws) it´s already quarter past 2 when I brought myself into a horizontal position,bit worried about Joe who bravely faces the frosty night without a sleepingbag, and I´m worried about my foot which likes to express it´s dislike about too much load by hurting painfully.
Saturday
I watch the others playing frisbee, discs are flying through the airand then a weird melody sounds... I slowly realize that it was just a dream, it´s 7o´clock in the morning in the middle of the night, deadly silence outside. Is everyone already having breakfast? No! They ´re all thinking it´s way too early as well. Well, can´t help it, half an hour later me and some other players are staring drowsy at some packages of Frosties and toast with some variety of magarine or jam, and we´re all thinking the same: This is supposed to be our breakfast? Great start, I think and hear this thought said out loud in German... yippie, just found some more teammates: Arne and Yvonne. The team istaking shape by now, then there´s the next shock: A Frenchman is playing with us! No way! It´s too early for that kind of jokes, the others look at my in a shocked- indignant way, and in the end the french guy turns out to be so lovely and of course he´s a great player. What a surprise!
Before we´re getting serious I have to tape my feet: the bad blister is cut off, the piece is huge, I could make a new foot out of it. Everyone´s ready, Team Deutschland gathers, balled power, „Vorsprung durch Technik!“ sounds over the field with an english accent, the game starts. It has two sides like a frisbee: On the one hand I´m happy to have so many competent fast good throwing players in our team, on the other hand we lose. It is critical that I didn´t touch the disc once but also ok, since I am not only the youngest but the most unexperienced as well. Everyone enjoys the „Deutschland Mix und Mingle“ we play afterwards, it´s Russ´ idea of typical german things being postured creatively by persons. The sun says hello, watches our next game, together with the Polish who followed our inivation and now are witnesses to the next defeat of Team Deutschland. I should mention the point played only by „real“ Germans and which we almost scored if Arne hadn´t throw the disc at me that hard or if I hadn´t droped it in my excitement of finally touching it. Well, whatever. Although our team is getting better after the third game, i.e. we are becoming a real team and start playing with each other, I scored a few points and feel less useless, everybody gets to know each other more. Unfortunately the other teams are improving as well and so we lose the next two games, too; we can only impress with our „Deutschland Mix und Mingle“. Above all I am impressed that I can run without feeling any pain at all despite the second big blister on my other foot. Meanwhile it is already 6 p.m., the last game is about to start... we´re ahead right from the beginning and finally win, unimpressed by the strip of our opponents obviously done for reasons of distraction. Satisfied with what we´ve done the sun disappears behind the hill and we´re disappearing into the showers. Ahhhhhh,water! Great invention, although it´s disgustingly warm after all that sweating...Our stomachs make their own way to the restaurant and despite of the usual complications that large number of hungry people causes, the happiness grows proportionally to the amount of eaten food. Finally freezemaster is introduced, Idon´tknow all the words to describe, it´s just unbelievable funny. So after numerous fit of laughters and some tasty chicken wings we make our way back to the centre of the action. I can hardly walk and feel dog-tired after two nights with just a few hours of sleep and one day full of sports, but of course that doesn´t hold me back from playing with the glowing frisbee and afterwards enthusiastically start up the party on the sofas in the tent and stay awake until 5 a.m. You may call me crazy, everyone would agree on that, but with such a great company and the exciting Jenga match „Uwe against everyone else“ sleep really seems to be just an uncreative occupation for old people. By the way, the cold nights won, Joe moved into the hotel, wimp! Actually I´m only jealous, I wanna have that much money one day... Then I would buy myself a warm sleeping bag.
Sunday
It is early, I don´t want to get up... Time just doesn´t wanne listen time and run more slowly, what a shit! Waking up is great, sigh, I just don´t wanna move. My muscles don´tlike that idea much as well, but outside the sun is waiting and also the rest of my team which I had suggested a joint breakfast at 9 o´clock. Quarter past 9 I punctually hobble over to them with a cold coffee in my hand, cramming some Frosties unenthusiastically into myself and then it´s already time to leave, right, frisbee is the reason! Wayne´s asking weird questions on the way to the fields but I am glad to know the captain cares about me and his team. Since there´s still no bandage big enough for myblisters I have to tape them completely again. Somy feet are carrying me easily into the endzone where they score some points together with well-catching hands during the first game and do their share to win it. We also win the next game, temper rises, Russ falls, hit his hand. From now on the „gummi bear“ (some opponent player) can only take pictures and the lawn is no longer devastatet by his dives. Team Deutschland cannot win the scoreboard for itself during the next games and revenges e.g. by throwing water bombs or relaxes with a cool beer in the hot sun. Besides, the treasure hunt is plannend, a really funny work to do thanks to Rob´s great ideas of combining a lot of things: For example the pint of river water as the main ingredient of the cocktail, together with the beard hairs, the glass eye and the origami ship swimming on top. April is really keen and collects the lion´s share of all the items, now we only need a name for the fantastic frisbee-cocktail. After having a shower and sitting in the pub we´re discussing how to call a drink with espresso, wine and magnesia tablets, until I know: It´s name is“Blitzkrieg“. And it doesn´t taste that bad, by the way...! Since they don´t have any German songs for the karaoke, the whole team goes inside armed with some beer and about to amuse itself by playing some more funny games. I never had tolaugh that much during a tournament, it´s unbelievable! It´s great how we´re having fun together and do silly animal noises or clap with our hands on the table. Who would have guessed Team Deutschland to fit together that well after all? What a surprise! Eventually we´re on our way to the party tent, short time after we were thrown out. My attempt to dance ends up in a muscle cramp and after three nights of only a few hours of sleep and two days full of sports I should have an early night. OF COURSE nothing prevents me from staying together with the other tough Germans and wannabe-Germans and watching the British rocking to some music we don´t know. The conga around the party tent I felt was a good opportunity to leave and so I stagger back to my tent together with Rob, tipsy and totally exhausted by all that life-enjoying we just fall into the tent and keep laying on the ground. By the way, the picture Wayne took of two people laying in a tent, that´s not us, while the picture I took with that guy peeing against the fence, yes, that´s him! My last thought before falling asleep: What a day! And: I hope I can walk tomorrow...
Monday
It´s just the same every morning... But what kind of day will it be starting with getting up? At least we´re woken up by great music, the announcer asks for some results of yesterday´s games, I shout „Wayne! Get up!“, some, would call it cheeky, I just call it lazy. This time I go without breakfast, just some coffee and a banana (thanks Rob!). It´slike a miracle:I can still walk, what a surprise! We lose the first game but when April tells us during the second one that Team Germany won the treasure hunt and we´ll have free entry next year, we´re highly motivated, I am alittle bit too much, running into Meike when trying to score in the endzone. Ouch! But it´s victory and we´re on the 21st place out of 37, not bad Ms. cat! Although I do now recognize how exhausted I am, I´m still disappointed we only have to play two games today. Good shower, though! After the annoying packing and a tasty burger I hurry over to the fields to watch the finals, but I actually don´t see much of it.. It´s such a pitty the tournament is over now and I have to say goodbye to my teammates, now that I memorized all the names! Well, no way around it.
Thanks for this fun-tastic tournament, Team Deutschland! Hope to see you all again next year!
...At home I tell my guinea pigs and my room mate about allmy adventures, just as I am used to I stay awake somemore hours until I finally run out of energy. Copa Cabana is still on my mind, I fall asleep grinning, thinking: Well, that was fun, I´d never expected it to be that great, what a surprise!

Donnerstag, 23. August 2007

eigentlich... - actually...

Lektion des heutigen Tages: Nur weil jemand starke Gefühle so ganz und gar nicht zeigt, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt!

Frage des Tages: Was macht einen guten Tag zum sterben aus?

außerdem: Nur jemand mit geringem Selbstbewusstsein muss andere Menschen schlecht machen um sich gut zu fühlen.

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today´s lesson: Just because someone doesn´t show deep emotions at all doesn´t really mean they´re not there!

today´s question: What makes a good day for dying?

and: Only someone with little self-conciousness has to bring other people down to feel better.

Donnerstag, 9. August 2007

zurück zum glück

kaum aus dem urlaub zurück, schon beginnt der alltag...
früh aufwachen - natürlich nur durch wecker-klingeln, bin erschreckenderweise zum langschläfer mutiert - umdrehen, weiterschlafen. schlimm, wenn man nicht muss! gegen 10 dann der notfall-hammer: radio geht an, in den nachrichten berichten sie von einem mord in offenbach. blick aus dem fenster kommt nicht weit...regenschleier! meerschweinchen quieken empört nach frühstück, werden ignoriert zwecks eigener nahrungsaufnahme und kurze zeit später von der schlagermusik des nachbarn abgelöst. in der bibo feststellen, dass die leihfrist abgelaufen ist, auf dem weg zurück zur wohnung von mindestens drei ausländischen typen angepöbelt werden... dort angekommen zwei leere anrufe auf dem AB abhören und beim kühlschrank aufmachen ins leere gucken.
und so weiter. gut zu wissen, dass sich nichts verändert hat, während ich weg war!
die mist-nach-2-wochen-ohne-frisbee-kann-ich-nicht-mehr-werfen-geschichte spar ich mir. aber vollständigkeitshalber auch was positives: warme dusche, weiches bett, stabiler wind- und regenschutz: yeah, das nennt man zu hause! so kann ich mich entspannen! ...schließlich war im Urlaub genug los...


kleine Kostprobe vorm großen bericht?

achso, 2 Dinge hab ich noch festgestellt: zum einen, dass ich selsbt im vollbetrunkenen zustand noch in der lage bin, meine kontaktlinsen rauszunehmen UND in die richtigen behälter zu tun (vorteilhaft!), außerdem dass durch meinen sehr real klingenden mailboxspruch die leute öfter mal auflegen, wenn ich wirklich rangehe... (mist!)

Donnerstag, 12. Juli 2007

Paris – Stadt der Diebe

Die Landschaft rauscht vorbei, Regenwolken hängen bedrohlich über den Feldern, es sieht fast genauso aus wie auf der Hinfahrt. Aber nicht nur deswegen fühlt es sich kaum so an, als ob ich gerade 2 Tage in Paris verbracht hätte. Die Stadt verspricht mehr als sie am Ende hält; sie ist wie eine Diva – schrill, lebendig, legendär – aber hinter der Bühne nicht mehr als ein Schatten der Normalität. Meine Erwartungen waren nicht hoch, schon allein wegen der Befürchtung Colie und ich würden zu viele Kompromisse machen müssen was unsere Interessen betrifft. Ihre Art zu Reisen unterscheidet sich sehr von meiner; bei mir ist der Weg das Ziel, Stichwort: Flexibilität. Mit dieser im Gepäck hoffte ich einfach auf eine gute Zeit, jedoch wurde uns bereits Minuten nach der Ankunft die rosa-rote Touristenbrille rücklings von der Nase geschlagen. Es beginnt mit dem rund 30 minütigem Versuch eine Metro-Fahrkarte zu organisieren und erreicht seinen Höhepunkt bereits nach einer Station: Colie schreit auf, rennt aus der Bahn und ist weg. Ich habe sie gar nicht richtig verstanden, keinen Plan was los ist, stürze hinterher und sehe gerade noch einen großen Mann mit Kapuzenpulli um die Ecke verschwinden, Colie ihm nach. Es ist Samstag nachmittag, hunderte Leute sind in den Gängen unterwegs, nix mit schnell vorankommen. Als Colie an der Treppe stolpert, hole ich sie ein; zitternd, außer Atem und den Tränen nahe erzählt sie wie der Typ ihre Digitalkamera aus der Jackentasche geklaut hat. Natürtlich ist der inzwischen im Bahnhofsgewühl verschwunden (merde! hoffentlich auf direktem Weg in die Hölle!) und obwohl ich kein Symphatisant der Menschen in blau bin: solch eine Dreistigkeit gehört angezeigt! Außerdem ist meine Freundin kurz vorm Durchdrehen; sie lässt sich nunmal ebenso schnell begeistern wie runterziehen und wenn ich nicht alles mögliche tue den Schaden zu begrenzen, ist die Aussicht auf ein lustiges Wochenende genauso gering wie die in Offenbach auf Deutsche zu treffen... Also unternehmen wir einen Abstecher zur Police, eine Zeitreise zurück zu den Tagen als französische Polizisten noch kein Englisch sprechen konnten und alles säuberlich auf Papier notierten bevor sie es in ihren uralten (dampfbetriebenen?) Computer eingeben. Beim Auftauen meiner Französisch-Kenntnisse muss ich an dieser Stelle erheblichen Gefrierbrand-Schaden feststellen. Worauf die Polizistin wie alle anderen auch keine Rücksicht nimmt und mich in üblicher Lichtgeschwindigkeit zutextet. Sowieso sind jegliche – lange wie kurze - Gespräche mit Franzosen stets ein Balanceakt auf dem dünnen Streifen gegenseitigem Verständnisses. Aber nun ist mein Ehrgeiz geweckt: Ich will die Sprache wieder zurückerlernen!
Schlappe 2 Stunden nach unserer Ankunft auf dem in ca 2 km Luftlinie entferntem Bahnhof erreichen wir das Hotel, zwei Sterne, ein winziges Zimmer, null Flair. Wir befinden uns im zweiten Stock, die Stimmung ist am Boden. Egal, endlich da, aufs Bett schmeißen, entspannen. Ich war noch nie zuvor in einem richtigen Hotel und wollte all die coolen Dinge machen, die man hier eben so macht: auf dem Bett rumspringen (Colie: „Das geht kaputt!“), den Zimmerservice rufen (“Das ist so teuer!“) und Handtücher klauen („Die haben meine Kreditkartennummer!“). Nunja,... wir stellten den Fernseher ziemlich laut.
Für den Rest des Tages bleibt die Atmosphäre angespannt; gute Laune kommt selten auf, stattdessen wandern wir in Begleitung der Geschwister Desillusion und Erschöpfung vom Arc de Triumph über die Champs Elysees in mitten der breiten Masse von Touristen und verschiedener Interpretationen des genauen Zeitpunktes von Fasching: Meine Favouriten ist eine Truppe Sailor-Moon-Mädels und eine Horde Jungs als James Brown. Überall ist was los, es scheint als ob die Stadt die Menschen fest im Griff hat, und so werden auch wir zu richtigen Touristen. Dieser Rolle zu entrinnen, dazu fehlt mir die Energie, also: mitziehen. Wir kaufen Wein und Käse zum Abendbrot und besuchen nach Einbruch der Dunkelheit den Eiffelturm. Und das ist das einzige, was wirklich Eindruck auf mich macht, bestechend durch seine Einfachheit, faszinierend durch den 1. öffentlichen Bungyjump, welchen ein Neuseeländer hier gewagt hat. Yeah! Von oben aus runterblickend bekomme ich da auch sofort Lust drauf! Da höre ich den entfernten Ruf meines Bettes, dem ich willig folge; das Pariser Nachtleben missachtend befinden wir uns bereits halb eins in der Waagerechten. Vorm Einschlafen erstelle ich im Kopf eine Liste mit den 10 schönsten Foltermethoden für den Kameradieb: Ganz oben ist ihn mit einem Steak um den Hals in einen Hundezwinger zu werfen oder mit einem Eintracht-Frankfurt-Trikot in den Offenbacher Fanblock, was ungefähr auf das gleiche hinausläuft.
Nächster Morgen: ausgeschlafen, reinschlüpfen in Klamotten und Touristenrolle, in welcher ich mich inzwischen heillos verheddert hab; mir bleibt gar keine Wahl als den ganzen berühmten Kram anzugucken. Also rein ins Vergnügen! Aber erstmal das im Preis inbegriffene Frühstück genießen, quasi ne Flatrate. Hehe. Heißt soviel wie: Essen bis der Eimer kommt. Hehe. Gefällt mir.
Das Wetter straft den Fernsehmoderator Lügen, welcher gestern mit sorgenvollem Gesicht noch mehr Regen für Paris angekündigt hatte, die Sonne jedoch nimmt der Stadt den letzen Rest ihres Glanzes und bedeckt den Himmel mit Wolken. Colie und ich begeben uns auf touristischen Trampelpfaden durch das Picasso-Museum („Hab ich jetzt das Auge fotografiert oder die Brust?“),eine Runde um die Notre Dame (mit einem Dutzend Plasma-Bildschirmen an den Bankreihen ausgestattet, damit auch die Leute ganz hinten noch den Pfarrer schwitzen sehen können) bis hin zum Mont Matre und Sacre Coer, wo das Wetter dem Fernsehmoderator den Job rettet, indem es zu regnen anfängt. Unsere chaotische Reise beenden wir mit der dritten Bahnhofs-Odyssee des Tages, diesmal auf der Suche nach Mitbringe-Wein für die Gastfamilie. Der Verkäufer des Delikatessengeschäfts, abgesehen davon, dass er mein Opa sein könnte, riecht schlimmer als der Käse im Regal, lässt es sich aber nicht abnehmen, seine Begeisterung mit versuchten Streicheleinheiten und Komplimenten auszudrücken. Als wir auf einer Treppenstufe wartend erneut in eine Grundsatzdiskussion verfallen, ist der Graben zwischen mir und Colie nicht mehr zu leugnen ;wir verstehen uns super, aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Naja. Ab nach Hause nu!
Nachtrag: Mittlerweile sind nur noch wenige Kilometer zwischen uns und dem Frannkfurter Hauptbahnhof, dafür aber ne Menge Merlot in uns, aus echten DB-Pappbechern getrunken. In Gesellschaft guter Stimmung und bei Gesprächsthemen wie Verständnis für politische Gegner, also Respekt vor anderen Meinungen, findet die ganze Geschichte doch noch ein heiteres Ende. Unser Trip nach Paris war aufregend, ernüchternd und schon allein wegen der Erfahrung die Reise wert. So reiht sich unser Schicksal ein in die zahllosen Geschichten, welche in der Stadt der Liebe geschrieben werden. Warum sie so heißt, das bleibt mir auch nach diesem Wochenende noch ein Rätsel.

Montag, 9. Juli 2007

city of lost

hi there!

:)

wow, a new day, a new week and already some great things that happened to me this morning!
first: I woke up!
second: I felt great!
third: I realized that it´s half past 3 in the morning so I can get 4 more hours of sleep!
;)

last night I came back from a short trip to Paris, which has been quite exciting , exhausting and also disillusioning, to put it down in 3 words.
we did all the stuff normal tourists normally do: see the eiffle tour, arc de triumph, sacre coer and so on, ate cheese and drank wine, despaired of speaking french and let someone steal our camera. so if you wanne be a real tourist, Paris is the place to go! ortherwise I recommend ryanair, offering cheap flights to loads of great european countries!

BTW, I´ve been to the GENESIS concert in Frankfurt last week... amazing!! Phil Collins is the perfect entertainer and the others guys still know how to play good music! I strongly advice anyone to visit their show!

well, gotta continue this fabulous day...
c ya!

I don´t have to explain this, do I?!
















Picasso museum

Montag, 25. Juni 2007

who´s better? WHO´s best!!

finally! my report on the (surprisingly) fantastic THE-WHO-concert in Leipzig...
want a first impression?the whole story started when Linda won the tickets by accident, then I convinced her to go, since she´d never heard of this band before Linda wasn´t very enthusiastic; me, I´d never pay money to see THE WHO but if there´s a chance to visit their concert for free... I mean, they are THE WHO! not any band but the famous I-smash-my-guitar-after-every-fucking-performance-band!
I only had heard one or two songs of them, not speaking about the amount Linda knew so we didn´t have any special expectations regarding to the music. but we had others, and they were delivered. the audience was pretty much as old as music itself; I´d never seen so many jeans-jackets and beer bellys before.


























so, ...we had fun! in between the song the people called the band´s name ("who!who!who!...") in kind of a doggish way which reminded of Tim Taylor and all the Tool-Time-guys...
and - as mentioned earlier - the music was fantastic, much better as I had imagined it! the played the one song I knew so I could sing along (won´t get fooled again and, btw, behind blue eyes), the rest was good, too. here a little sequence I did with my little camera:



unbelievable how even old people like Pete Townshend still go nuts on stage! well, he wasn´t jumping around as he did in the old times but Pete still played the guitar like crazy with his hand rotating and held up high in between chords. by the way, he didn´t smash it at the end of the concert... ;)
all in all: great experience! I´ve seen THE WHO! LIVE! after all, they still can be called a rock´n´roll band rightly!

Freitag, 8. Juni 2007

Besuch bei Oma

"ach, gibts dich och noch, ja?! nu gugge eener an...!" das is die typische Begrüßung meiner Oma, wenn ich mich lange Zeit, ein paar Wochen oder auch einen Tag ma nich gemeldet hab (und was sagt uns das über das Zeitempfinden alter Menschen? genau: nichts!)
sie sieht schon zum Fenster raus, wenn ich die Straße entlanggerdaelt komme. immer. egal wann ich komme, pünktlich oder nicht. natürlich klingel ich trotzdem... mehrmals.
"komm rein! nu los! kind, du bist ja ganz verschwitzt, bist wieder gerast, was? willste Hausschuhe?" - "nee, lass ma, is viel zu warm!" - "los, wie setzen uns rein!"
sobald wir es uns dann auf der Couch gemütlich gemacht haben - dh ich, sie nicht, sie springt ständig auf, um
- Kaffee zu holen
- mir die Hausschuhe nochma anzubieten
- zum Fenster zu rennen und zu sehn, ob Nachbarin A ("wer issn das? schon wieder ne neue? hier gehts zu wie auf´m Bahnhof!") immer noch mit Nachbarin B (unsympathisch, hängt Sonntag ihre Wäsche auf...Sünde) redet
- mir wieder die Hausschuhe anzubieten
Nach langem hin und her Gerenne lässt sie sich schließlich erschöpft auf die Couch fallen und klagt über die Hitze. Aber die größere Anstregung steht mir bevor: Versuchen, auf Omas Fragen zu antworten bevor sie die nächste stellt.
(Das folgende Gespräch hat tatsächlich so stattgefunden, was selbst für Omas Verhältnisse außergewöhnlich kreativ ist und einen neuen Grad an Erfüllen-alter-Leute-Klischees erreicht.)
"Nu erzähl nor ma! Was gibstn neues bei dir? da is ja immer soviel los...nu erzähl nor ma!"
-"Ich werd im Sommer nach Norwegen fliegen.."
"Was?"
- "ja, ich hab da so´n Typ kennengelernt und ..."
"was für´n Ding???"
Die Empörung meiner Oma wächst mit jedem meiner Worte, schließlich gestehe ich meine Scherz und sage, dass ich mit ner Freundin dahin fliege, mit Ulli.
"Du sollst mich ni immor so vergackeiern! Und wer issn Ulli? Das is doch die, die ni Guten Tag gesagt hat!"
- "..äh..."
"Und was macht ihr da? Wieder Zelten? Da werd ihr doch wieder ganz nass unterm Arsch! nene neeneene...! Da brauchste ja glei n Nierenspender, wenn de zurückkommst!"
- "Aber Oma, früher haben die Leute doch noch ganz andere Sachen gemacht, da..."
"Nenene, bei uns hats sowas nich gegeben! Mir hamm keene so ne HottenTotten gemacht! Da war alles organisiert!"
- "Ach ja, sing doch ma n paar Lieder von euren Camps!"
"ne!"
- "Los! Dir fällt bestimmt eins ein!"
"Nene. Mensch, hör doch ma auf zu fragen! Ich bin doch hier ni beim Live 7!"
- "...äh, was?"
"Nu hier diese Sendung. Im fernsehn!"
- "9 Live?"
"Nu gloar! Weeste, ich hab da letztens wieder angerufen, aber nee! weeste, was ich gloob? Ich gloob, die nehm gar keene Leute aus´m Osten!"
Bevor nun sämtliche Stasi-Verschwörungstheorien wieder aufkommen, versuche ich geschickt abzulenken.
- "Im August fliege ich dann noch nach Großbritannien."
"Was für´n Zeusch? Wo issn das nu wieder? Da muss ich gleich ma in die Bibo. [schon als ich damals in Neuseeland war, hatte meine Oma sämtliche Lektüre in Beschlag genommen] Das is doch da wo dor Scharl... (Zögert)... na hier dor Scharl... und die Kamela..."
- "Du meinst Charles und Kamilla?!"
"Nu mein ich doch! Aber die sieht ja auch aus wie ein Kamel! (lächelt über ihren eigenen Scherz, dann kriecht der Schreck zurück in ihre Glieder) Und was is da?"
- "Frisbee!"
"Wer issn das?"
Als nächstes kramt sie dann ihren Kalender hervor und trägt sämtliche Daten ein, natürlich stehts kommentiert mit einem "Nenene nee nee. Wo die sich wieder rumtreibt!" und Angesichts alle der Gefahren kommt sie zu der einzig logischen Konsequenz: "es is wo besser, du schaffst dir ne Pisti an!"
Unser Treffen endet nach endlosen Warnhinweisen, für die jede Packungsbeilage dankbar wäre, und abgerungenen Verprechen, sich doch in Zukunft ma öfter zu melden. Auf dem Weg zum Fahrrad treffen wir auf Nachbarin B, die freundlich begrüßt wird, dann düse ich los, natürlich nicht ohne mich noch zweimal umzudrehen und zu winken. Meine Oma bleibt stehen, bis ich hinter der Ecke verschwunden bin. Ein Seufzen, dann eilt sie nach oben, Alexander Holt fängt an.
..Nach ein paar Stunden wird sie zu Hause anrufen und fragen ob ich gut angekommen bin.