Montag, 6. Dezember 2010

Dezember-Kalenderblatt


Tralleri-trullala, heute ist der Niklaus da! Und was hat er mitgebracht? Ne Erkältung, ne mittelmäßige Probeprüfung und deutsche B-Prominenz bei x-Factor.
Gut zu wissen, dass es so kommen musste! Irgendwann werde auch ich mal krank, aber halt, ich bin es ja viel zu oft. Die Party auf dem Bayreuther Turnier war aber auch geil und ich hab gedanct wie die Sau, immerhin konnte ich als Co-DJ die Mugge mitbestimmen. Gegen 3Uhr wurde ich quasi nach Hause gezerrt und wachte am Sonntag Morgen nicht allein im Bett auf, Mr. Schnupfen hatte sich dazugesellt. Mandarinen, Zitrone und viel Schlaf ist jetzt meine Medizin, und morgen bin ich sicher schon wieder fit... Muss ja! Am Freitag ist Umzug und ich habe noch nicht gepackt. So richtig hab ich auch die Probeprüfung heute nicht gepackt, war nur mittelmäßig dank des völlig fehlgeschlagenen Einparkens! Whaaahaat? Ausgerechnet, dabei ist das doch das einfachste! Jetzt hab ich noch Zeit zum Üben.
Nur will nebenbei noch der Urlaub vorbereitet werden, viel Arbeit auf Arbeit steht an, und... ach ja, the crazy little thing called Weihnachten. Noch fühlt sich diese kilometerlange-ich-seh-noch-nich-ma-das-Ende-TO-DO-Liste wie die Hölle an, umso schöner wirds wenn alles geschafft ist...

Dienstag, 30. November 2010

verdaue das! (2)

Und was steht heute auf dem Menü? Natürlich was neues, diesmal aus der Kantine von Arbeit.

Obwohl viele Leute mit der Nase rümpfen wenn sie hören, dass ich im 11. Semester bin, so wissen sie wohl nicht, dass ich auf Arbeit mehr Zeit verbracht habe als in der Uni... Ich wollte unbedingt finanziell unabhängig von meinen Eltern sein, vor allem weil die selbst nicht so viel Geld haben! Damit erspare ich mir mich zu rechtfertigen wofür ich mein Geld ausgebe und kann selbst Verantwortung übernehmen. Das ging teilweise zu Ungunsten der Länge des Studiums, aber definitiv zu Gunsten meines Erfahrungsschatzes.

Warum ich unter anderem im Behindertenheim gelandet bin...? Tjaha. Hat nichts mit dem Studium zu tun. Genauso wenig stehe ich drauf behinderten Menschen Windeln zu wechseln, aber ich steh auf den Sinn der Sache, den Gehalt und all die Herausforderungen. Auf der einen Seite möchte ich gern Menschen helfen die sich selbst nicht helfen können, auf der anderen Seite fühlt man sich wie ein Sklave, gerade wenn man auf die Mitleidstour hereinfällt... Auch wenn ich im Grunde meines Herzens alle bedauere, die mit einer Beeinträchtigung leben müssen, so gehen mir doch gerade die auf meinen nicht-vorhandenen-Sack, die dieses Mitgefühl ausnutzen. Man stelle also fest, Behinderte können genauso Arschlöcher sein wie alle anderen.
Rechnet man das mit ein, ist die Arbeit immer noch physisch anstregend und, nunja, eklig. Auch wenn man einige Jahre da ist und bereits viel an Körperflüssigkeiten in sämtlichen Formen gesehen hat, schlecht kann einem trotzdem noch werden! So ging es auch einer Kollegin, die schon Ewigkeiten da arbeitet und sich eines morgens trotzdem in die Badewanne übergeben musste weil ein Bewohner seine eigene Sch***e nicht nur überall verschmiert, sondern auch gegessen hatte.
Ja! Das war sie, die Knaller-Geschichte, das absolute Extreme, der Blick in den Abgrund. Und trotzdem bei weitem nicht so grausam wie die seelischen Abgründe, denen man manchmal gegenüber steht. Klar gibt es auch postive Dinge, aber die scheinen eher etwas besonderes zu sein als normal. Überhaupt ist "normal" im Behindertenheim ein recht absurdes Wort... Erst heute hätte ich fast jemand vorgeschlagen einen Schneemann zu bauen, bis mir einfiel, dass sie ihre Hände gar nicht richtig bewegen kann. Und doch gibt es eine Normalität, parallel zu unserer und genauso sorgfältig konstruiert und befolgt. Der Alltag wird bestimmt von Langeweile, das muss das Schlimmste sein! Außer Fernsehen und gelegentliche Ausflüge bleibt nicht viel, manche Bewohner sind sogar die ganze Zeit im Bett. Und über allem thront die absolute Abhängigkeit von der Pflege durch jemand anderen, dessen Launen und Absurditäten. Mir ist schnell klar geworden, dass ich mich unglaublich glücklich schätzen kann, in einer solch tadellosen körperlichen Verfassung zu sein. Diese Erkenntnis hat mein Bewusstsein seitdem nicht mehr verlassen.

Es ist schwer die Erlebnisse mit Behinderten in Worte zu fassen ohne dass es arrogant klingt. Dabei beanspruche ich nicht einmal zu verstehen wie sich so ein Leben anfühlt, ich urteile nur darüber, aus meiner ganz eigenen Sicht. Es wird erst dann fair, wenn man sich wirklich auf die Menschen einlässt, sie als das erkennt was hinter der körperlichen Fassade ist ohne diese zu vergessen. Eine schwierige Sache, aber lohnenswert. Meine Bewunderung gilt meinen Kollegen, die noch viel öfter und viel länger im Behindertenheim arbeiten und den Umgang mit den Bewohnern als selbstverständlich ansehen. Mit den meisten habe ich mich gut verstanden und ebenso gaben mir viele das Gefühl, dass sie mich schätzen, selbst wenn eine Chefin mich gern als "die Verrückte" bezeichnet. Natürlich werden mir auch ein paar von den Behinderten fehlen, die so geduldig, offen und nachsichtig mit mir waren. Ich werde die Windeln, Urinbeutel und allmorgendlichen Kämpfe gegen Spastik, zum Beispiel beim Ankleiden, nicht vermissen! Am Ende bleibt vor allem die Gewissheit, etwas wertvolles geleistet und eine Menge gelernt zu haben, sowie die Erinnerung an Heidis erstickungsartiges und Lachen über Kleinigkeiten. Sie ist seit von Geburt an im Rollstuhl und einer der positivsten und fröhlichsten Menschen die ich kenne.

Dienstag, 9. November 2010

verdaue das! (1)

Da war ja ne Menge aufm Tisch in letzter Zeit! Ich komme gar nicht hinterher mit berichten, doch auf der anderen Seite ist es schön mal mit "nu abor gloar!" zu antworten auf die Frage: "Und, gibts was neues?"
Mein Menü der letzten Monate war durchaus bekömmlich, sowohl dass was ich selbst gekocht habe als auch die Überraschungseier. Ein besonders fauliges des letzten Jahres war ja die Situation in meiner WG. Der Anfang vom Ende begann mit einem Gespräch, und es wurde ersichtlich, dass die Dinge nicht besser werden werden, also beschloss ich auszuziehen. Oder auch wurde beschlossen, die anderen wollten jedenfalls nicht ausziehen. Aber ich hatte gar keine Lust auf Anschuldigungen etc., wollte nur meine Ruhe und nicht alles ausdiskutieren und so endete es nicht im Streit! Zum Glück sind wir alle erwachsen!
So ging es auf in den Kampf der Wohnungssuche, d.h. ich als eine von vielen auf einer langen Liste von potentiellen Mitbewohnern, das Dilemma kennen wir ja. Die erste WG war nett, aber die Wohnung, naja, im Treppenhaus roch es sehr nach Urin... Die zweite WG war oben im Norden und super-gemütlich mit Dachschrägen und Balken im Zimmer, aber mit ... wie sage ich das... sehr weiblichen Mitbewohnerinnen... also nichts für mich! Bei der dritten WG war das Zimmer sehr klein (12qm), dafür gibts ein Gästezimmer, Wohnzimmer und eine Dachterasse; die Mitbewohner wirkten sehr entspannt und meine Augen begannen spätestens dann zu leuchten als sie von ihren Couchsurfern sprachen... Perfekt, da wollte ich hin! Und was soll ich sagen, sie haben mich auch genommen, obwohl sie lieber noch einen Mann wollten. Juchu, ich kann mein Glück kaum fassen!
Am Montag hab ich den Vertrag unterschrieben, wurde gleich noch zum Abendbrot eingeladen und hab mir meinen ersten positiven Eindruck noch verstärken können. Der Umzug ist am 10. Dezember, detaillierte Infos, auch zu Wohnung und der Gemeinschaft folgen!

Und da wir wieder beim Essen waren, dazu die Reihe "Kochen mit Saisongemüse":
In der neuen WG gab es Kürbissuppe, lustigerweise hatte ich vor kurzem genau die gleiche Idee, nämlich mal was mit Kürbis zu kochen. Da wir ein riesiges Exemplar auf dem Markt erstanden hatte, konnte ich mich richtig austoben. Erst gab es massig Kürbissuppe, danach Teigtaschen mit gebackenem Kürbis und Feta (siehe Bilder) und schließlich eine Kürbislasagne. Alles sehr lecker und gut gelungen, aber nun reicht es mir auch bis zum nächsten Herbst!


Und in der nächsten Folge der brisanten Neuigkeiten, die es zu verdauen gilt, erfahrt ihr dann wie es mit der Fahrschule läuft und ob ich weiterhin laufen muss, welche Taktiken ich mir einfallen lasse um in der Uni nicht in einen tiefen Schlaf zu fallen und außerdem weitere tolle Dinge, die ich gekocht, gebacken und genüsslich verzehrt habe!


WUSSTEST DU SCHON?
Auch Sailor Moon hat eine Frisbee als Waffe! Guckst du. Ich werde jetzt auch immer rufen: "Frisbee, flieg und sieg!"

Mittwoch, 3. November 2010

November-Kalenderblatt


Mein Favourit der Kalenderblätter! Simpel, beeindruckend, verwirrend, bizarr, futuristisch und auch irgendwie gestrig. Äußerlich schwarz-weiß, aber innerlich aufwühlend.

...der Herbst hat gerade erst begonnen, man kann gar nicht genug aus dem Fenster sehen! Ich liebe diese Zeiten in diesen Farben! Genießen wir doch mal für einen Moment die Blätter auf den Gehwegen und den frischen Wind im Gesicht...
Dazu bewahren wir den Spirit des Sommers mit Erinnerungen gebacken in Musik und guten Freunden auf dem Sofa.

Montag, 11. Oktober 2010

aus gegebenem Anlass...

Herbst! Jahreszeit der Geburtstage! Eine schöne Gelegenheit mal allen zu gratulieren, die in letzter Zeit älter geworden sind oder es demnächst werden. Kein Grund zu klagen, lieber mal feiern, mit geiler Musik von FLORENCE AND THE MACHINE!

Dies ist für dich, weil du heute Geburtstag hast und dieses Lied mir die Worte aus dem Mund nimmt!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Oktober-Kalenderblatt


Was soll ich sagen? Der Herbst mischt mal wieder alles kräftig auf...
Auf Arbeit im Behindertenheim verschlechtern sich weiterhin die Bedingungen für sämtliche Angestellte, sei es in Lohnfragen, durch Personalmangel oder strikte Verbote. Die neueste Regelung lässt alle Aushilfen später als bisher an ihren Lohn kommen, wogegen wir uns wehren werden. Müssen! Wenn wir unsere Miete noch rechtzeitig zahlen wollen. Ich bin bereit auf die Barrikaden zu gehen und vielleicht können wir was erreichen, notfalls mit Streik. Ansonsten gibt es viele bessere Jobs in Frankfurt...
Im Gespräch mit meinem Paps wird dann deutlich, dass Macht eine semi-durchlässige Membran ist, die nur von oben nach unten funktioniert.
Ansonten reden wir anlässlich des heutigen Jubiläums über die persönliche Freiheit eines Bürgers im Staat, und warum der Tod der DDR wirklich ein Grund zum Feiern ist.
Prost Deutschland, mögen noch viele Mauern fallen!

Mittwoch, 29. September 2010

Ende gut? wenns denn eins gäbe!

kennt ihr das? man will etwas anfangen, aber es gibt gar kein Ende, an das man anknüpfen könnte. das Leben ist voller zusammenhangslos-verzweigter Ereignisse, die parallel ablaufen und sich dennoch oft genug paradox widersprechen. mitten in diesem Wirrwarr versucht man eine Existenz aufzubauen, diese durch Logik oder zumindest Überzeugung zu untermauern und gegebenfalls gegen andere zu verteidigen. ab und zu kommt einem dann das Grübeln in die Quere, plus Kritik, Kritik mit Konsequenzen (wie Kündigung, Trennung, Diät, Friseurtermin), unerwartete Ereignisse und die Zeit. natürlich.
die passt nie!
es war für mich immer zu früh um erwachsen zu werden, zu früh um den Antrag anzunehmen, zu früh um zu arbeiten, zu spät für die Bahn, zu spät für die 60er. findet ihr nicht auch, wir sind in der falschen Zeit geboren?


ich mag den Herbst, wenn sich die Luft abkühlt und die Gemüter erhitzen, alles vor Jahresende noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt wird und man in Bewegung bleiben muss um nicht zu zittern. noch es ist mild genug um morgens (halb 11) mit einem Espresso vorm offenen Fenster zu sitzen und die Sonnenstrahlen zu zählen. außerdem ist Federweißer-Zeit, hmmmmm, es haben ganz viele Leute Geburtstag und, ach ja, die Uni fängt wieder an! ein Seminar noch, ein Schein, und ich habs geschafft. dann ab Februar ein halbes Jahr Praktikum, anschließend genauso lang Diplomarbeit schreiben und dann noch mündliche Prüfungen. völlig verrückt, aber es ist quasi ein Ende in Sicht. aber bis es soweit ist kann ich nur weiterhin sinnvoll Freiräume nutzen aber nichts wirklich Neues anfangen, womit wir wieder am Anfang wären. damit hat dieser Beitrag niemals geendet, und ihr müsst ihn immer wieder von vorn lesen. immer und immer wieder, und immer immer immer wieder...


FRAGE DES TAGES:
Neulich in einer fröhlichen Runde kommt die Frage auf, "Was ist Pitti Platsch eigentlich für ein Tier?" Mein Vorschlag war Ameise, aber J. meinte leichthin: "Was auch immer, der is auf jeden Fall ausm Ausland!"

Freitag, 3. September 2010

oben aufgesetzt

Jahaaa, hier wie versprochen der deutsche Bericht! Keine Übersetzung des Englischen, aber mindestens genauso lang...

Wie bereits erwähnt war der Urlaub mächtig gewaltig, um nicht zu sagen: spitze! Zumal ich es geschafft habe, dieses zufrieden-sorglose Gefühl zu konservieren und somit etwas glücklicher zu sein als sonst schon. Wir waren die meiste Zeit im Wallis unterwegs und haben Tageswanderungen gemacht, jeweils mit 1000m Höhenunterschied, verdammt anstregend. Vor allem wenn ab 2500m plötzlich die Luft dünner wird und man sich ca. 20 Jahre älter vorkommt oder zumindest wie ein Asthma-Patient. Trotzdem ist es die tollste Art Urlaub zu machen, da man in der eigenen Geschwindigkeit Schritt für Schritt und völlig ungestört einfach nur sein eigenes Ding macht und am Ende des Tages gleichzeitig Erschöpfung und heitere Gelassenheit verspürt. Die Natur bestimmt die Details (bei Regen läuft man schneller, im Kies langsamer), und vor allem das Wetter sorgt dafür, dass die eigentlich so ewige Berglandschaft sich in wechselnden Facetten präsentiert. So kamen wir entlang steiler Berghänge hinauf zu blauen Seen, vorbei an Schneefeldern, durch Nebel und Sturm, balancierend über Flüsse und Steine und streiften durch immer-grüne Wälder. Meist war das Wetter auf unserer Seite und wir sprangen freiwillig in eiskaltes Wasser so sehr schwitzen wir beim Aufstieg. Nur einmal führte der Rundweg direkt in eine Wolke hinein, so dass wir auf der Rückseite des Berges nur 15-20m weit sehen konnten. Als wir den Kamm entlang liefen, tauchte plötzlich aus dem Nichts ein Adler vor uns auf. Oder besser, wurde vom Sturm in unsere Richtung geblasen, verschwand kurz, und war dann mit einem zweiten zu sehen. Außerdem diesem surrealen Erlebnis, wunderte ich mich bei einer Begnung mit Murmeltieren übern deren umfangreichen Umfang. Oft hörten wir aber nur ihre Warnrufe.

Nebst dem Wandern und Campen waren die Zeit in Bern und Zürich geprägt von überschwenglicher Gastfreundschaft. Die erste Nacht des Urlaubs verbrachten wir bei einem uns unbekannten Schweizer namens Patrik und couch surften bei ihm. Was das ist? Nunja, erklär ich liebend gern! Über diese Website erstellt man kostenlos ein Profil und kann dann anderen Mitgliedern Nachrichten schicken und fragen ob sie ein Couch zum übernachten haben. Das geht natürlich auch andersrum und man bietet sein eigenes Sofa für andere an. Wie man's auch macht, man kann nur gewinnen, ist in jedem Falle eine tolle Erfahrung. Bisher konnte ich erst eine Person aufnehmen, ein Typ aus Slovenien, der sein Buch bei der Buchmesse vorgestellt hat. Außer dass wir ziemlich interessante Gespräche führten, schenkte er mir noch seine Eintrittskarte und ich verbrachte interessante Tage auf der Messe ohne zu zahlen (Bericht von damals). Meine Mitbewohner fanden allgemein die Idee aber nicht so toll, jemand Fremdes in der Wohnung zu haben und verstanden auch nicht, was man davon hat. Vielleicht kann ich sie ja doch noch vom Geiste des gegenseitigen Kennenlernens und Austausches überzeugen und von der Begeisterung anstecken, ich geb nicht auf!
In Bern hat mich zum ersten mal jemand aufgenommen, und außerdem noch fünf andere Couch Surfer, wobei das Zufall war. So sind wir zu siebt losgezogen runter an den Fluss und rein. Es war saukalt aber Patrik sprang einfach und wir sind dann hinterher, immerhin hatte er auch unsere Wertsachen in dem wasserdichten Sack. Da trieben also ein Schweizer, zwei Deutsche, zwei Briten und eine Kanadierin die Aare hinab, verdammt schnell und es war fast dunkel. Das Rauskommen gestaltete sich doch schwieriger als vermutet da der Fluss selbst auf einem halben Meter noch ziemlich Zugkraft hatte. Patrik hat mich dann rausgeschoben, direkt nachdem ich mir das Knie aufgeschlagen hatte. Danach noch 20min mit tauben Füßen zurücklaufen, und wir waren alle furchtbar begeistert von diesem Erlebnis. Nach dem gemeinsamen Abendbrot und der ausgedehnten Wodka-Nachspeise dachte ich, wenn der erste Abend schon so cool ist, wirds schwer für den restlichen Urlaub...

Natürlich kamen noch viele Höhepunkte, wie die einsame Nacht am Lagerfeuer und die lächerlich große Sternschnuppe, die Wanderungen, das Schlafen im Stroh und zu guter Letzt die 2 Tage bei Michi in Zürich. Ein weiterer unermüdlicher Gastgeber, der uns mit Kuchen, Käse und richtigen Matrazen verwöhnte. Gastfreundschaft und auch jede andere Art von Großzügigkeit (zB beim Trampen) ist die nobelste Art der Freundlichkeit, weil man als Bezahlung nichts anderes als die eigene Zufriedenheit erwartet.

Also, ein großartiger Urlaub, daraus eine große Portion Entspannung in der Tasche, et voila, anhaltende Glückseligkeit. Über die paar störenden Kleinigkeiten hier und da will ich mich gar nicht aufregen. Mir geht es quasi so gut, dass ich mich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen will. Zwar machen Emotionen angreifbar, selbst positive, aber das nehme ich gern in Kauf. Es lohnt sich kein bißchen sich über Dinge aufzuregen, wie der Mitbewohner hat den Geschirrspüler ausgeräumt und alles dreckige Geschirr außer meines eingeräumt. Nix "Was is los, was soll diese Provokation, gehts noch?!", sondern "Hey cool, jemand hat den Geschirrspüler ausgeräumt!" Da man die Dinge eigentlich immer auch positiv sehen kann, und mir das grad soviel Spaß macht, kann und will ich mich nicht über Nebensächlichkeiten aufregen. Kurze Anleitung:
- selektive Wahrnehmung zum positiven Verschieben
- nicht provozieren lassen
- keine Probleme anderer zu eigenen machen

Ich bin schon etwas enttäuscht, dass sich in unserer WG keine großen Freundschaften gebildet haben, aber sowas kann man schlecht erzwingen und solange man sich gegenseitig respektiert ist das überhaupt kein Problem. Zumal ich von anderen WGs mitbekommen habe, dass das fast überall der Fall ist, man wohnt zusammen, lebt aber für sich.
Also, auf der einen Seite Erwartungen anpassen (die anderen ändern sich eh nie!, ich schon gar nicht) und auf der anderen den Dingen ihren Lauf lassen, einfach die schöne Lebenszeit nicht mit Nörgeln verschwenden! Soll nicht heißen, ich habe plötzlich keine Sorgen mehr, sondern öfter mal ein Lächeln auf den Lippen.

stuck up

I'll write in english this time, a german report will follow, soonish. I'm having a friend from America over visiting Frankfurt and it's nice to also have a longer english conversation again. Often I'd find myself thinking and dreaming in english later on...

Anyways, I'm just back from our holiday in Switzerland (pictures!) and managed to conserve that content-nonchalant feeling, keeping me a bit more happy and careless. We've been hiking in the mountains a lot, climbed 1000m up and down again, and always felt exhaustion and serenity at once. How I love being in nature, walking my own pace and step after step reaching places that seem both eternal and alternating in their appearance. We've hiked through fog and storm, along lakes and snowfields, over stones, rivers and lush meadows, and it all felt appropriate. Usually the ascent was quite steep and I tried hard to not hate it, especially since we often had around 25°C and sweated badly, but the view was always a unique reward. Even the one time we had bad weather and hiked in a cloud on the back of the mountain, something happened that was only so special in this condition: we'd made our way to the foggy top (visibility range: 15-20m) and walked along the ridge in a little storm, when suddenly an eagly flew by. Or better, it was blown up our way, came out of nothing and disappeared for a moment before we saw it again with another eagle. Coolio! Apart from this we also spotted a couple of groundhogs, which were much bigger than I had imagined them, the rest of the time we only heard their warning whistle.

When we were not camping - btw, we only once camped in the wild, the rest of the time it was impossible to find a good spot - we couchsurfed in Bern and stayed with a good friend in Zurich, both wonderful hosts who deserve more thanks than I am able to speak in a day. For those who haven't heard of couchsurfing, it'd be my pleasure to explain this wonderful invention. It's all directed over this website and helps people finding a place to stay in a foreign country/ city/ street etc. You can sign up for free, create a profile and then send someone a message and ask for a couch to sleep on. Or you can offer your own couch and host others. Either way it's a great experience, basically a win-win-situation for everyone. I once had a couchsurfer from Slovenia, who was presenting his book at the book fair in Frankfurt, and not only did we have interesting conversations, he also gave me his ticket when he left so I could get into the fair for free. The swiss guy Patrik whe stayed with in Bern, took us and the other 4 couch surfers (coincidence!) down to the river and even though the Aare was freezing cold we jumped in and let the water drag us along and got out 2km further down. My feet were frozen for an hour, thanks to my bad circulation, but it was so exciting, damn, we were grateful! Later on we all had dinner together and some variety of vodka for dessert. As if that wasn't already a blast, the next morning Patrik organized a huge breakfast. I so wish I could host people more often and so indirectly return the good things others have done to me, including those who offered me rides when I was hitch-hiking, you know, all kinds of hospitality and generosity. It's the noblest way of being friendly because you don't expect any other payment than you own contentness.
Anyways, my flatmates wouldn't allow me to have foreign people staying over, even if it's only when I'm home, so I can't host anyone. They say they don't understand what's in for me or them, really, and so I keep on trying to make them catch the spirit. Until that I can still meet others for a coffee or drink and hang out that way. But YOU should sign up and make that experience of couch surfing, it's really worth it!

Sometimes I feel a little lonely at home, but luckily that's something I can change easily, so no reason to complain. Besides, I'm so happy at the moment, I don't wanna complain at all. As mentioned earlier, the trip's made me feel fantastic and fresh, so it's good memories are giving me wings and I'm stuck flying up high. For example, just today I found my flatmate had put all the dishes but mine into the dishwasher (again) and I wonder why, because he hardly does housework anyways, but well, I won't get annoyed. I also make mistakes (maybe not today, but I will) so no use in arguing! It's a pitty we're not getting along as well as I hoped, he seemed so nice at first, remember? Also with my other flatmate I couldn't find a solid basis to built from. But friendship is nothing you can force, and as long as we respect each other I'll be satisfied. The funny thing is, most of the other WGs have the same problem. You're not really friends, you live together, exactly for that one purpose, namely sharing a flat.

So, in a way I managed to change my expectations a little and to be grateful that we don't have any problems except for some details unworthy to care about. My time is too short to be wasted with letting things bother me, plus there's always a better way to look at them. I'm not saying I'm totally carefree, instead I'm just smiling a little more often.

Mittwoch, 1. September 2010

September-Kalenderblatt


Den Kalender habe ich ja schon im Dezember letzten Jahres gebastelt, aber die Motive passen schon sehr gut in den jeweiligen Monat. Natürlich ist das ein wenig wie mit Horoskopen, man sucht solange nach Parallelen bis es passt.
Aber es geht bei mir wirklich gut bergauf momentan. Damit ist nicht nur der grandiose Urlaub in den Bergen gemeint (Fotos) sondern auch die vielen tollen Nachrichten: Ich hab ein Praktikum, juchu, jubel, jauchz, ja WIE GEIL IS DAS DENN?! Bei der Deutschen Bahn, ab Februar nächsten Jahres. Außerdem haben einige Freunde von mir in den letzten Wochen erfolgreich Praktikumsplätze ergattert, coolio. Vorm Urlaub war ich auf eine Hochzeit eingeladen von Frisbee-Spielern, war wunderschön, und bei dem Frankfurter Turnier vorher hab ich auch super gespielt (irgendwie unerwarteter Weise). Ein Leben zum Genießen; und auch wenn man den Sommer nicht vorm Winter loben sollte, ich sach ma, ich bin zufrieden.