Dienstag, 16. März 2010

die Unsüchtige

Gerade eben war die GEZ bei uns klingeln, zum Glück bin ich nicht ran, ich lüg doch so schlecht. Dabei kann man sich als Student einen Fernseher gar nicht leisten, aus 3 Gründen: 1. finanziell - das Geld geht für Reisen und Parties drauf, 2. zeitlich (Reisen und Parties) und 3. geistig - man spricht nicht umsonst vom Volksverdummungsapperat (klar gibts auch alternative Programme, aber selbst die sind selten so gut wie entsprechende Literatur, abgesehen davon guckt die kaum jemand). Ich bin seit Oktober 2005 fernsehfrei, freiwillig, und anfangs war ich überrascht, wieviel Zeit ich plötzlich hatte. Ja, ich war süchtig, hatte dutzende Lieblingsserien und erkannte sämtliche Werbungen nach 3 Sekunden an ihren Jingles. Und da bei mir die Glotze nie nur nebenbei lief (Stromverschwendung, dafür gibts Radios), hatte ich plötzlich den halben Tag gespart.
Jaja, die Suchten (Süchten?) des Alltags. Schon 4 Jahre bin ich von der Kiste weg, seit 0,4 Jahren von Fleisch und Wurst, und seit ca. 0,04 Jahren von Kaffee. Zugegeben, die Kaffee-Sucht ließ sich nur durch akute Magenprobleme bremsen, gepaart mit der Freude nun den Grund für die am Ende fast täglichen Schmerzen gefunden zu haben. Jetzt muss ich mich zu den Uncoolen in die Ecke stellen, die zu ihrem Tofu-Sandwich noch im Coffee-Shop einen grünen Tee bestellen. Müsste ich, hätte ich das Geld (und würde mir Tofu schmecken). Es scheint, als ob bei mir der Hang zur Süchtigkeit nicht fruchten will, so bin ich kein Raucher, kein Kaffee-Trinker und kein ... Ok, Schokolade mag ich. Und einigen fällt vielleicht noch ein, wie gern ich im Internet bin. Tjaha, nur muss man da die Grenze zur Sucht entlang der Abhängigkeit ziehen. Solange es noch eine Frage der Gewöhnung ist, ob man mit weniger oder gar ohne etwas auskommt, muss man sich keine Sorgen machen.
Lieber unsüchtig als unzüchtig, denn dafür genauso umsichtig wie uneinsichtig. Richtig? Nichtig.


WUSSTEST DU SCHON?
Manche der Einträge sind mit etwas Sarkasmus behaftet. Das wiederhole ich aus Selbstschutz vor wiederkehrender Empörung oder Ratlosigkeit, ebenso wie den Hinweis: Anonyme Kommentare, wir müssen draußen bleiben.

Mittwoch, 10. März 2010

kommen und gehen

Der Winter geht, der Winter kommt.
Gerade lief in den Nachrichten, dass die restlichen Jahreszeiten vorerst ausfallen: Eine Sparmaßnahme des Bundeswetterministeriums, die Sand- und Setzlingpreise seien in astronomische Höhen geschossen, während Daunenjacken derzeit zu Schnäppchenpreisen in den Warenhäusern lagern. Manch einer will eine Beteiligung der Creme-Lobby nicht ausschließen, die verzweifelt den Erhalt trockener Haut anstrengt.

Frieden geht, Gleichgültigkeit kommt.
Wie oft musste ich schon einen Zusammenbruch meiner inneren FFEK-Diktatur durch die Desillusions-Opposition erleben? Und dann scheint auch noch die Sonne, wenn die Dinge mal nicht so glänzend laufen in der WG, wie gemein und paradox das Leben doch sein kann! Jedenfalls werde ich mich bemühen, meine Ansprüche zu senken und vor allem daran denken, dass bei verschiedenen Vorstellungen auch verschiedene Vorteile rausspringen! Obwohl es schon nervt, wenn ich mit meinen Mitbewohner darüber streiten muss, ob man nach einer heißen Dusche das Fenster aufmachen sollte, oder wenn ich nach einem langen Spätdienst nervlich nicht in der Lage bin mit meiner Mitbewohnerin eine Diskussion über Aufgabenverteilung zu führen. Die Grundvoraussetzung sind jedoch gut, ich bin zufrieden mit der Gesamtsituation, und die Details werden sich eh nie klären. Neues Motto gegen Verzweiflung: Probiers mal mit Gleichgültigkeit. Oder noch besser: faulen statt maulen. Und da das so negativ klingt, wird hinzugefügt: auch mal auf die positiven Seiten konzentrieren.

Anruf kommt, Fassung geht.
Gerade noch in Euphorie die Urlaubsplanung auf die Spitze der Vorstellungskraft getrieben und dann ein Anruf vom "significant other", und schon ist die Stimmung gekippt. Geht euch das auch so? In der einen Minute noch frisch, fröhlich und unumhaubar, und plötzlich ein kleiner Schubs des Schicksalsverantwortlichen, ein Wort zuviel da, ein Wort zu wenig dort, und schwuppdiwupp ist man in Tötungslaune. Meist richtet sich der Ärger im Grunde gegen mich selbst, schon allein wegen der Lächerlichkeit der Existenz der Aufregung. Dieses Schnauben über eine Kleinigkeit und parallel dazu der Frust über das Schnauben. Ich bewerbe mich als Gelassenheitslehrling.
Was, ihr kennt das nicht? Dann seid ihr wohl ausgeglichener. Dafür bin ich eben emotionsflexibel.

Die Vernunft geht, die Einsicht kommt.
Ein proklamatischer Aufruf:

Leute, lasst das Denken sein,
Geist und Verstand, die schränken ein!
Das Hirn ist ein gar böser Fluch,
Verantwortung wächst Buch um Buch.
Wer Freiheit will und Wissen kriegt
schon bald im Grabe der Erkenntnis liegt!

Und, bleiben jetzt noch welche die mich ernst nehmen? Freiwillige vor!



WUSSTEST DU SCHON?
Irland feiert den Saint-Patrick's Day. Motto der Irish Pubs: Grün kommen, blau gehen.

Dienstag, 2. März 2010

März-Kalenderblatt


Über das Essen redet man nicht, zumindest nicht übers Nicht-Essen dank Kalorientabellen.

Daher nur kurz:
darf ich mich vorstellen? VegetaLia, Typ "pesco-ovo-lacto". Bloß kein Fleisch oder Wurstkram, seit 2 Monaten auch ohne Ausnahme. Wer hätte das gedacht? Mit deutscher Küche aufwachsen heißt Fleisch essen. Und jetzt nur noch Beilagen? Zum Glück nicht, so langsam lerne ich richtig kochen, und es schmeckt auch. Und ihr, esst doch was ihr wollt! Falls ihr jedoch auch mal ohne Fleisch auskommt, dann kommt raus zu mir und ich perfektioniere mein kulinarischen Künste.

Montag, 22. Februar 2010

ego sum

Hollywood wäre stolz auf mich! (und sich!) Wahrscheinlich zeige ich genau die Reaktion, die sich ein jeder Regisseur, Produzent und wahrscheinlich auch Schauspieler gewünscht hätte: Die volle Packung Emotionen! Ich bin sehr empfänglich für sowas, geradezu befangen von dem Film, hab gelacht und geweint und werde ihn allen weiterempfehlen. Schade nur, dass niemand was daran verdient, aber wie sollte man das auch mit Geld begleichen? Ich war weder im Kino noch besitze ich (persönlich) die DVD... Ich zahle in Lob und Erkenntnis.

Oft habe ich mit Leuten diskutiert, ob Menschen sich ändern können, und war immer Stur der Ansicht, dass sie das nicht tun. Nicht oft, nicht grundlegend und schon gar nicht absichtlich. Man macht Fehler und korrigiert, man versagt und beginnt von vorn, aber man bleibt die gleiche Person. Was auch immer man erlebt, das innere Antlitz ändert sich nicht, die Erinnerung meißelt den Stein der Persönlichkeit. Ich bin überzeugt, dass wir viel versuchen um zwischen Erscheinungen zu wechseln, manche sogar täglich, und dass selbst die Macht der Gewohnheit bezwungen werden kann. Jedoch wechselt niemand von Gut zu Böse oder andersrum, denn die Interpretation und Unterscheidung ist subjektiv, und von außen anders als wir es selbst empfinden. Solange sich unser eigener Maßstab für Recht und Unrecht nicht ändert, kann man nicht davon sprechen, dass wir uns ändern. Bei einigen pendelt das Maß bis das Bewusstsein durch Erfahrung fixiert wird und von einem groben Maßstab (Kindheit) über einen sehr detailierten in einen ...* Maßstab (Alter) übergeht. Vor allem bin ich mir so sicher über die Unwahrscheinlichkeit, dass Menschen sich ändern, weil ich es mein ganzen junges Leben lang probiert habe. Ich bin um die ganze Welt gereist, habe viel erlebt, nur um danach ein ca. 15 Jahre altes Video zu sehen und festzustellen, dass ich damals schon genau die war und werden sollte, die ich heute bin. Der Glaube um die Einzigartigkeit eines jeden Menschen, den wir täglich als bewiesen wahrnehmen, trotz der unzähligen Ähnlichkeiten aller Menschen, kommt nicht von ungefähr.
Jedoch ist mir heute etwas bewusst geworden, als ich den Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" angesehen habe, und was meine Theorie nicht widerlegt und trotzdem Hoffnung macht: Selbst wenn man sich nicht ändert, kann man doch der Mensch werden, der man immer sein wollte. Die Verkleidungen vergessen und in sich selbst verlieben, mit den Vergleichen aufhören und genauso so sein wollen, wie man ist. Und dafür ist es nie zu spät!


* Das weiß ich noch nicht. Vielleicht wird der Maßstab wieder grob, vielleicht noch genauer. Wenn ich alt bin, werde ich es erfahren.

Dienstag, 2. Februar 2010

Februar-Kalenderblatt


...eine Hommage an meine Träume, die fast immer sämtliche Verrücktheits-Skalen sprengen, mit Sachen wie dem brennenden Eifelturm und Fahrtkarten aus Schokolade, einem Gespräch mit Obama über persönliche Zukunftsvorstellungen, sowie vollständigen Science-Fictionen-Filmen. Irgendwann werde ich einen Film drehen und viel Geld damit verdienen. Oder zumindest ein Buch schreiben: "basierend auf einer wahren Begebenheit aus meinen Träumen"

Mittwoch, 20. Januar 2010

Des Anfangs Ende

Jetzt sagt nicht es ist schon wieder ein neues Jahr?! Zumindest hört man immer noch wie die Leute sich alles Gute wünschen... Ob das hilft? Die Zeiten sind ja nicht gerade rosig, denn seien wir mal ehrlich, die Prognosen waren wohl doch etwas optimistisch und müssen nun kleinlaut zurückgedreht werden. Zudem war es bisher so kalt dass die Zähne klapperten, dabei kann man sich ein neues Gebiss gar nicht leisten. Wenn jedoch die neue Regierung tatsächlich mal Wort halten sollte und das Kindergeld wie versprochen erhöht (hat), kann ich wenigstens weiterhin meine Miete zahlen. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und schon gar nicht eine Merkel vor der Abwahl. Denn auf die Unzuverlässigkeit der Politik ist Verlass und so schneidet man mir das gesparte Geld bestimmt anderswo aus der Rippe.

Trotz oder gerade wegen der kaum befriedigenden Bedindungen hier ist der nächste Urlaub schon gebucht! Im März/ April geht es für fast 2 Wochen zum Wandern nach Portugal, zusammen mit 3 Freunden vom Frisbee. Ich kanns kaum erwarten dem Großstadtrubel zu entfliehen und in der aufregenden Ruhe und fairen Gleichgültigkeit der Natur mein Dasein mit seinen Grundsätzen zu konfrontieren. Noch bin ich aber gezwungen Joe im Keller zu lassen und in überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel umständlich zur Uni fahren, unerträglich nah an anderen Menschen, deren Existenz meine Sinne zu eigentlich jeder Tageszeit überfordert. Warum gibt es denn kein Parfumverbot in Straßenbahnen? Aber was tut man nicht alles für sein Fahrrad! Letzten Montag hatte ich noch damit versucht durch den Schnee zu kommen, mit einem durchschnittlichen Erfolg von 10km/h. Mein Professor, der mich zufällig nach dem Seminar traf, fand das sehr mutig.

Falls ich nun die Hoffnung geschürt habe, dass gleich eine bissige Abhandlung gegen Schnee kommt, kann ich jene gleich wieder enttäuschen. Ich liebe Schnee nämlich! Immer und jederzeit. Selbst wenn er mein Auto zu 60km/h auf der Autobahn zwingt. Denn beim langsamen Fahren kann man die verschneite Landschaft besser bewundern. Das war im Dezember, auch im Januar konnten wir oben auf dem Kandl sogar Rodeln und uns ausgiebig mit Schnee bewerfen, uns darin wälzen und mal so richtig den Arsch abfrieren. Und vor einer Woche, als in den Medien noch Panik vor einer "Schneekatastrope" geschoben wurde, stand ich freiwillig früh auf um einen Sonnenaufgang in der Winterlandschaft zu sehen (leider hatte die Sonne den Termin verpasst). Die Katastrophe blieb natürlich aus, sehr zum Entsetzen der Skilifte in den Alpen, und wie Teamkollege treffend meinte: in Bayern sagt man dazu "Winter".

Das Turnier in Dresden war übrigens super, auch weil ich diesmal mit Frankfurt (mixed) spielen konnte aber vor allem weil wieder einige meiner Freunde vorbeigekommen sind. Dabei war es mir diesmal gar nicht so wichtig, Frisbee ist einfach nicht mehr Mittelpunkt meines Lebens und der Spirit ist mir etwas abhanden gekommen. Wenn man erstmal als zweitklassiger Spieler abgewertet wurde, verabschiedet sich auch die Motivation. Mittlerweile muss einmal Training in der Woche reichen und wegen Turnieren verschiebe ich schon längst keine Treffen mehr. Obwohl der Wintercup mit unserer Damenmannschaft überraschend viel Spaß gemacht hat und ich mich (zumindest nach der erholsamen Mittagspause und nachdem ich meine Würfe an Frauen-Laufgeschwindigkeit angepasst hatte) als wichtiger Teil des Teams etablieren konnte. Ich hab sogar gerödelt, eine Premiere! Vielleicht kommt die ganze Begeisterung wieder, wenn nur genug Gras über London gewachsen ist.
Apropos, die Fotos von dem Ausflug sind bald online, hier, und ich meine die s/w!
Außerdem wollte ich den Kalender mit euch teilen, den ich zu Weihnachten für die beste-aller-Mutschs gemacht habe. Zum ersten Mal habe ich mich beinhahe rücksichtslos künstlerisch an Collagen gewagt, und sie wirken erschreckend konservativ. Wie sehr wir uns doch selbst dann treu bleiben, gerade wenn wir das Gegenteil versuchen!


Auf Arbeit, wo ich tatsächlich noch hingehe aus Alternativenmangel (natürlich) ist alles beim alten, noch niemand gestorben dieses Jahr, dafür sind alle verrückt. Und die Behinderten erst!
Und auch in der Uni geht es zu wie im Tollhaus, aber so lange ich dabei was lerne... Obwohl das eigentlich gar nicht nötig wäre, denn nach Ansicht meines Mitbewohners muss man keine Ahnung von Pädagogik haben um darüber zu diskutieren. Sagt ausgerechnet ein Fussballer! Aber solche Einstellungen zeugen von Ignoranz und die beste Umgangsmethode damit ist natürlich sie zu ignorieren. Ich muss ja schließlich noch 2 Referate halten und mindestens doppelt so viele Hausarbeiten schreiben, keine Zeit, das auch noch zu rechtfertigen. Aber ein Praktikum ist noch nicht in Sicht, wann soll ich mich da auch drum kümmern? Bin ja den ganzen Tag damit beschäftigt, kein Internet oder Telefon zu haben. Damit erklärt sich auch warum ich nicht mehr bei Skype bin und erst jetzt wieder einen Eintrag verfasse. Aber wenn man mal die Tatsache außer acht lässt, dass alle Welt meint mich elektronisch erreichen zu müssen und überhaupt ohne Internet gar nichts mehr geht, ist ein Urlaub davon ganz erholsam. Und belegt außerdem das Gegenteil. Und ihr habt die Zeit auch überstanden ohne zu wissen wie es mir geht, nicht wahr!? Das vergessen wir leider manchmal, wie Warmuuh treffend feststellt.
Hiermit also ein paar Grüße aus dem Off! Bleibt ja anständig, denn ich kann mir gerade weder die peinlichen Fotos online ansehen, noch die üblen Geschichten über Telefon anhören. Ruf mich lieber auf dem Handy an. Alda.

Sonntag, 3. Januar 2010

soundtrack for my funeral

so, what's new? the year, yes. a new beginning, or at least unwritten pages of a brandnew calendar, yet to be filled with dates of birthdays and plans for, let's say, january. for me the new year had already started in mid-december, when I felt that things were changing or even came to an end. some beliefs, friendships and other passions. it's not an exact dateline to tell me when a period of time finishs but rather a feeling, involving calmness and excitement simultaneously. so on new year's eve I celebrated what has happened before, being grateful what I have now and almost outragously curious what is to come into my ever changing life.

now I'm back in Frankfurt, already missing my family and friends, ...home! everyone who has once been there, far in the east, will agree about it's beauty. one day I will be back in Dresden, sitting at the riverside in the summer, looking at the centries-old buildings and just feel content. it's not a smart move to hang your heart on a city, or a certain place, and then leave, but as a passionate human being it's all but unaviodable. my rare visits make it even more special and my appreciation to be there grows every time I wander through the familiar streets. is it just me, or are people in Dresden more friendly, indeed? maybe a bit more naive, too, than in Frankfurt or other bigger cities, but caring and outgoing. for now I lean on my memories and just wait til the weekend until I'm back home, playing frisbee. it's work, more or less, that made me coming back one week before uni starts again. I called my boss at work this afternoon, to ask when I have to work again, and he said, "nightshift, tonight!". not the best news when I'm still in holiday-mood and facing a heap of stuff to be done soon... anyways, I prepared myself mentally, until he called me just a few minutes ago to tell me he got confused with the week days: "your nightshifts are starting tomorrow". coolio. that means I can get out and see a friend, softly shaking off that slight lonelyness, which already caught me moments after my last ally left me, after 7 incredibly wonderful days.

it's not a relief being back in Frankfurt, it feels even less home after all that fun I experienced elsewhere. though I know it's more the snowless weather and early darkness working against positive thoughts, and therefor I just have to kick my ass and get started. but before I do that, I create a playlist. it's a priority, music always helps. it has pulled me out of more shit than any friend ever could. hence I don't find it akward to think about the music I would like to be played at my funeral. that'd be the only thing important to me. people who know me also know I'm making soundtracks for everything. cleaning. packing. trips. moods. parties. I was thinking about a song for my wedding, so why not for my funeral? I think those songs are beautiful and I'd rather want the audience (I'm a bit unsure if this is the right term in this context...) to listen to them than to long tearful speeches. I always found music more consoling than just words.



that's it for now.
tomorrow hasn't spoken yet,
so I'll let this day set
for the same difference to come anyhow!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

kaunddaun *

hallo freunde!

aaah, stress, durcheinander, beängstigende rechnungen der krankenkasse. langsam sollte ich mal einen unfall haben, sonst lohnt sich das gar nicht! und doch weiß ich: die wollen nur mein bestes. mein geld.
das hat diesen monate eh eine hohe fluktationsrate, dabei hab ich noch nicht mal geschenke gekauft. und außerdem verdiene ich weniger als vorher. konstellarisch suboptimale situation, sollte ich meine soziale partizipation aufrechterhalten wollen.

und sonst?
uni? läuft. *
frisbee? schmerz! *
liebe? immer. *
* miteinander austauschbar

beängstigenderweise werden meine träume nachts immer realistischer. warum? gen null tendierender fernsehkonsum? besuche in kritischen seminaren? realitätssteigerung durch einkommenssenkung? ich wünsche mir zu weihnachten ein märchenbuch! nicht, dass die realität so unerträglich wäre, nur ihre unstetigkeit macht mir zu schaffen. wo hingegen die geschichten aufhören, wenns am schönsten ist. interessante vorstellung.

erkenntnis:
wenn der kaffee nicht mit einem schluck morgen beginnt,
könnte der tag kompliziert werden.


und zum ersten mal auch lyrik:

Herbst In Frankfurt

Nebliger Morgen
verschleiert die Silhouetten der Baumgerippe

das zähe Kalte verschluckt den Tag


müde Stadt

deren dunklen gähnenden Rachen

nur etwas Sonne zu erhellen vermag



(mein stadtführer im hinterhof in offenbach. fotografie-seminar, thema: kindheit im nordend)


*~*~*

only a few days left... and things keep changing, while I try not to be impatient for the results. on the other hand, stress, stress and lots of things to do and think of! a busy time, and that's when difficult relationships become fragile and about to break. but a problem always consists of two people, so I shall not critise others before myself. to not talk about an issue usually causes more issues and therefor a higher need for communication in the end. of course! silence may be golden, but won't pay for your problems after all.

not always easy having the same goals but different styles...
but through the darkness we'll move, our faces lighting up with smiles!


ignoring the spirits of christmas, I focus on those of ultimate. they almost had me on my first tournament since london (which didn't quite deliver, regarding the drama before)... I felt the butterflies coming back at the uni-championships in kaiserslautern, oh how I had missed just playing for fun! I enjoyed it a lot. but on sunday our team was in bad mood, maybe due to exhaustion, it just drove me crazy that we couldn't motivate ourselves. it was more or less one guy in our team keeping the bad spirit, but it spread quickly. that wasn't the frankfurt I used to know! well, surely I'll see it as an exception, although I'm not looking forward playing with that guy at my next two tournaments...
but since you cannot chose the people around you, gotta love the ones you're with.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

hinterm Vernunftshorizont gehts weiter

Was gibt es neues?
- Wie, außer dass ich beinah vollständig Fleisch vermeide (nennt mich Vegetalia!) und mein Glauben zur Agnostik geschrumpft ist?
Och...

Heute morgen, also kurz vor 10Uhr, saß ich mit meinem Kaffee vorm Fenster und starrte unwillig auf den Regen. Das macht Böcke auf Fahrrad fahren! Aber mit den ÖPNV dauerts doppelt so lang, und da der Kaffee mal wieder viel zu stark war, hatte ich keine Wahl. Als ich kurz darauf gegen die nassen Naturgewalten mein Weg gen Uni bestritt, total angeschissen vom Wetter, kackte mir so ein bekloppter Vogel aufs Bein... Damit lernte ich meine erste Lektion bereits vor Seminarbeginn: Sei dankbar, denn schlimmer gehts immer. Und: Fahre nicht unter Laternen durch.
Übrigens sollte man auch NICHT probieren, direkt vor einem Polizeiwagen über eine rote Ampel zu radeln, auch nicht im Dunkeln, auch nicht mit einer Über-Ungeduld. Selbst in der Verbrecher- und Drogenhauptstadt Frankfurt hat unser Freund und auf-die-Sprünge-Helfer noch genügend Zeit, mit Blaulicht ein Fahrrad an- und Standpauken zu halten. Aber ich musste nicht zahlen, und entdeckte zudem eine mir bis dato wenig vertraute Eigenschaft: wenns drauf ankommt mal die Klappe halten!
Mann in Blau: "Machen Sie das öfter, über rote Ampeln fahren?"
Mögliche Antworten:
a) Soll ich Sie auch noch anlügen?
b) Sie meinen pro Strecke?
c) Neeeeeeeein, nicht doch!
Nichts zu sagen, lässt alle Möglichkeiten offen. Und es hilft auch keinen Führerschein zu haben.
Und nun bremse ich immer ab vor roten Ampeln! Sehe mich nach Polzeipräsenz um, und fahre dann erst weiter. Natürlich nie betrunken!

Aber der Tag heute wurde noch sehr schön, denn in der Uni angekommen hatte ich ein super Seminar, trotz Streik, und viel Spaß mit Lena, die mit ihrer guten Laune den Regen vertrieb. Der Professor referierte über Behinderte und deren "Integration" ins Bildungswesen, sehr eloquent, bissig und ach ja, bei dem sollte ich mich prüfen lassen. Vorausgesetzt, er ist in 2 Jahren noch an der Uni.

Das führt direkt zum Thema ARBEIT, genauer: Behindertenheim. Davon hab ich auch noch nie erzählt...
Ich bin ja gern dort. Man ist mit dem Chef per du und kann daher Dinge sagen wie "M., zick DU doch ma nich so rum!" (klingt hart, war aber völlig berechtigt, ich habe eine Unschuldige verteidigt!) Man wird schon mal völlig abgehärtet für späteren Nachwuchs bzw. zu pflegende Verwandtschaft. Man lernt sinnlose Vorschriften von oben zu ignorieren, eine Tätigkeit voller Risiko. Und ich könnte mich sogar vorrangig und kostenlos gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Aber da könnte ich ja gleich anfangen, ne private Altersvorsorge abzuschließen, oder ne Lebensversicherung. Oder über grüne Apeln fahren. Ha!
Ich bin nun schon über 3 Jahre da und es wird echt nie langweilig. Da gibt es den Joachim (Namen nicht geändert, kennt eh keiner), der sich gerade vom Schlaganfall erholt und wieder sprechen lernt. Da stand im Pflegebericht vor kurzem: "Bew. geht es gut. Hat ein neues Wort gelernt, findet jetzt alles Geil." Ich laufe durch den Gang, schieb den Manni vor mir her und sage Hallo! zu Joachim. Was antwortet der? "Geil."
Ein paar Auszüge meiner Notizen über den Job:
Mai 2007 - Der Tag war bisher schon anstregend, dann auf Arbeit ankommen und feststellen, dass ich mit 2 der nervigsten Kollegen Dienst habe, lässt Stress befürchten. durchatmen, die Sorgen weglächeln und rein ins Vergnügen! mein Enthusiasmus hält bis zu dem Moment, wo Christine mir erzählt, dass ihr Urinbeutel ausgelaufen ist. Hose, Schuhe etc. müssen gewechselt werden, sie liegt auf dem Bett und regt sich furchtbar auf, aber ich bin diejenige, die die nassen Socken mit spitzen Fingern in die Wäsche befördert...
Oktober 07 - diesen Moment intensivsten Gefühls... ich fühl mich wie kotzen, heulen, schreien, ausrasten... alles! wie betäubt und doch einschneidend, erbarmungslos. tief Luft holen... gerade ist der Neue gestorben, gestern hab ich ihn zum 1. Mal gesehen. irgendwie ist das alles unrealistisch. ich muss anfangen zu arbeiten obwohl ich mich fühle wie weglaufen. so ein Dreck! wovor hab ich eigentlich Angst? was macht mich s fertig? ich kannte den Mann kaum und so symphatisch war er mir auch nicht... vielleicht führt es mir einfach meine eigene Sterblichkeit vor Augen und im selben Moment die Hilflosigkeit mit welcher ich ihr begegne. es geht dabei ja nicht nur um mich, auch den anderen droht früher oder später ihr Schicksal, ohne dass ich die Macht hätte es zu ändern!
Dezember 08 - Let The Sunshine In, dieses Lied 22Uhr zu hören hat etwas von angenehmer Ironie... es passt allzu perfekt auf mein Leben. Auf Arbeit habe ich erfahren, dass eine der Bewohnerinnen tot ist. Einfach so. Von jetzt auf gleich. Am liebsten hätte ich mich verkrochen, nicht aus Trauer, aber um der Verwirrung zu entgehen, denn trotz des Schocks fühl ich mich sehr glücklich momentan.
Juli 09 - Nachtdienste sind schon was tolles: entspannt arbeiten und zwischendurch Zeit zum Grübeln. Und wichtige Entscheidungen werden auch ab und an getroffen... So fahre ich also doch nach London! Ja, ich bin bei der EM dabei! Mal sehen, wann ich anfange, mich zu freuen.

Natürlich werden diese Auszüge meinem vielfältigen Arbeitsleben nicht representativ gerecht, aber für heute habe ich genug geschrieben. Mein Brot ist fast fertig gebacken und einkaufen muss ich auch noch. Heute Abend ist die ganze WG beim Sport, nämlich Fussball, Fitness-Studio und Frisbee, alle Aktivitäten mit F. Schöner Abschluss-Kommentar von Helle: "Boah sind wir sportlich, das is ja zum kotzen!"

Montag, 9. November 2009

to myself

every day in my life I find myself questioning almost everything I have and do. I wonder if I rightly use my right to live, if I'm making it special enough.
what about my studies, are they right for me? and my friends, what do they really think? is playing frisbee good for me or will it lead to another drama? do I do my dreams justice or am I already caught in a capitalistic way of life, leading to a reasonable job with the main focus on money? am I aware of all my possibilities and do I make the best of them? do I use my potenial in every single way?
live is the most confusing thing ever and at times I feel the urge to express my emotions in a song, which wouldn't work with my basic guitar skills on the one hand and my high demands on the other... then I think, just write them down, but the words just wouldn't suit my complex thoughts or my high expectations on poetry. there are days I'm not even sure I have a single talent.
I look in the mirror and wonder if that's really me.
I can't make up my mind about myself and I don't want to. in contrary, other people seem so established in their way of life and sure about what they wanna do and who they wanna be. how do they do that? aren't they afraid to miss out?
The question is: I might be 80 years old before I finally find my true self, or better: before I've seen all sides of my true self... Does that scare me?
Yes, definitely. This is the only secure answer I can give. Not to know all the others might be difficult, but above all, it gives me freedom.