Montag, 19. Januar 2009

Warnhinweis (plus Zusammenfassung kurz vorm Ende)

***Achtung, dies ist kein Bilderbuch und keine Bild-Zeitung. Es können durchaus längere Sätze enthalten sein. Bitte rechnen Sie nicht mit sofortigem Aha-Effekt. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie einfach alles nochmal oder fragen Sie meinen Sozialarbeiter.***

Es wurde des öfteren der Wunsch nach kürzeren Einträgen geäußert (1), wovon ich nicht viel halte, aber probieren geht über studieren, weswegen ich diese Zeilen tippe statt meinen Uni-Kram zu erledigen. Nur leider werden Kurzfassungen dann wohl noch unverständlicher.

Gerade zerbreche ich mir den Kopf: Soll ich mich bei ihm (2) melden und nochmal reden, oder nicht? Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein? Jein! Er hat sich seit unserem Telefonat nicht gemeldet, ein Beweis seiner Gleichgültigkeit... Außerdem ist er anscheinend ziemlich naiv, um nicht zu sagen unreif, und jetzt soll ich ihm noch erklären, was schief gegangen ist? Argh! (wie man im englischen sagt!) Die Münze meinte übrigens: Lieber nicht!

Womit wir doch wieder an der Uni wären, im Psychologie-Seminar Fehler bei Entscheidungen, und das Thema meines Essays ist dementsprechend "Ist eine Münze eine gute Entscheidungshilfe?" Brilliant, nicht wahr?! Und ich bin ganz allein draufgekommen!

Und noch was brilliantes: Beim Freitagstraining konnte ich plötzlich werfen, richtig gut, einfach so, es kam über Nacht. Das Wintercup-Turnier am Samstag war auch toll, und unser Damenteam hat auch mal gewonnen, juchu! (3) Nach dem Training am Sonntag waren wir noch bei unserem Quotenfranzosen Alban und seinen Kampfkätzchen Brunchen, wobei ich ein Egoshooter-Spiel auf der xbox ausprobiert und leider meine eigenen Leute statt den Gegner abgeschossen habe (unglücklicherweise trägt man da nämlich keine hellen und dunklen Trikots!), kurz: es war total lustig!

Jetzt muss ich mal noch Spanisch lernen, bis April sollte ich die Grundkenntnisse wiederholt haben, damit ich dann im Spiritkreis beim Costa Brava Beach Turnier bei der Dankesrede die Lacherquote möglichst gering halte. Der Hinflug ist gebucht, jetzt muss ich nur noch überlegen, wo in Spanien ich mich über Ostern rumtreibe... Ideen? Abratungen?


Ok, dieser Eintrag war nicht wirklich kurz. (4) Hier nochmal ne Zusammenfassung:

Kürzungsversuch der Einträge - Entscheidungshilfe durch eine Münze - verbringe mein Wochenende mit Frisbee - no habla espanol (noch nicht) - Kürzungsversuch schlägt fehl

Und war das jetzt echt besser? Da kann man sich ja gleich einfach nur die Post-Labels durchlesen...(die müsste ich dann mal eintragen---öhm). Dann lieber noch ne Frage! Oder zwei, für die guten Freunde!

Frage des Tages:
Wenn das x in "xmas" für "christ" steht, was ist dann die xbox? Sind die "x-men" eine christliche Sekte? Steht "x-ray" für "Gott sieht alles"? Und kann ich mein Kind xoph nennen?


(1) Bitte wenden Sie sich direkt an meinen Schicksalbeauftragten und stellen Sie einen entsprechenden Leben-Entkomplizierungsantrag. Falls die Bearbeitung andauert wird um Verständnis gebeten, der zuständige Sachbearbeiter ist sicher gerade damit beschäftigt ein Fettnäpfchen für mich aufzustellen.
(2) siehe letzter Eintrag, Freund B/ A.
(3) Ich habe mir ganz fest vorgenommen, zu den Glücklichen zu gehören, die die Relegation für die 1. Liga mit Frau Rauscher spielen dürfen (wir sind nämlich momentan zu viele Frauen). Mein 1. Gedanke bei dem Blick auf die Setzliste war: Oh Gott, da komm ich nie rein! Aber ich spiele grad gut, also keine Ahnung ob ich eine Chance habe, doch es könnte mit etwas Anstregung und etwas Glück klappen!
(4) Und Fußnoten machen es auch nicht besser...

Dienstag, 13. Januar 2009

realistische Träume sind wie Diätschokolade...

man kennt das ja: nur mal gaaaanz kurz hinlegen, ein Nickerchen machen, eigentlich nicht mal richtig schlafen... und zack! wacht man auf und es ist Februar! Ich bin einfach immer noch total erledigt von letzter Woche. Hier eine Zusammenfassung:

Mo- Der Vormittag ist geprägt von derEnttäuschung über Freund A, und beschwere mich dementsprechend über diesen Vertrauensmissbrauch bei Freund B, welcher mich aufopferungsvoll tröstet und gute Ratschläge verteilt. Anschließend gehen wir im Frankfurter Umland im Schnee wandern, der sich einmal im Jahrhundert hierher verwirrt, aber bei Windstärke 7 und -10°C ist der Spaziergang übers Feld nur subamüsant und dementsprechend kurz.

Di- Freund B ist etwas verwirrt, er hatte einen merkwürdigen Traum, ich tröste ihn und gebe gute Ratschläge. Er fährt heim, eine Freundin plus Besuch kommt mich besuchen, wir kochen und fahren anschließend zum Kalorien-wieder-loswerden zum Training. Dort ist jedoch Freund A, der mit dem Besuch von meiner Freundin eine bühnenreife Interpretation des Queen-Songs "Great Pretender" hinlegt.

Mi- Frühstücke mit Freund A und räume sämtliche Missverständnisse vom Tisch, wir verbringen eine tolle Zeit mit vielen Brötchen und Lebensweisheit-Aufstrich, zum Desert gibts gute Ratschläge in der Diskussion über das gestrige Training. Erfahre, dass ein Freund C mit auf das Turnier in Dresden fährt und mache erfreut ein Häkchen in der "erfahrener Spieler im Team"-Spalte. Abends überfällt mich Traurigkeit und Verzweiflung, da Freund B sich lange nicht gemeldet hat, aber wieso lass ich mich von einem vermutungsähnlichen Gefühl überhaupt verrückt machen?

Do- Morgens arbeiten und voller Unruhe auf ein Telefonat mit Freund B warten, seufzend aus dem Fenster in die Sonne blinzeln und platzend vor Sehnsucht auf die Erfindung des Beamers hoffen. Die Mitfahrgelegenheit ist von der Sorte "nett, aber verpeilt" und wird von mir zur Ablenkung mit sinnfreien Geschichten belustigt (woher der Ort Wüstenbrand seinen Namen hat); in Dresden sieht es aus wie im Märchenland, traumhaft verschneit und 1 Stunde nach Ankunft wünsche ich mir bereits, einfach draußen im Schnee einzufrieren. Hatte mit Freund B telefoniert und mich in nicht-gekannte Sphären von Wut reden lassen bei der bisher größten Verarsche meines Lebens... Er hatte innerhalb von 2 Tagen entschieden, dass ich und unsere Freundschaft es nicht wert sind und hatte eigentlich nicht geplant, mir das in nächster Zeit zu verraten.

Fr- Der Tag ist gekennzeichnet von unaufhaltsam wiederkehrenden Wutanfällen über Ex-Freund B (von nun an einfach A. genannt) und seinen Vertrauensmissbrauch, meine Freunde in Dresden unterstützen mich wundervoll mit weiteren Schimpfwörtern und beruhigenden Aussichten. Außerdem versuche ich eine Freundin zu trösten, die auch ein Freund zu verlieren nicht vermeiden konnte, aber in Dresden lässt es sich am Ende auch nicht vermeiden einen lustigen Abend bei Döner und Cocktails zu verbringen... Freue mich auf das Wochenende.

Sa- Ungnädig früh aufstehen, viel zu kurz mit den Eltern frühstücken und auf zur Langen Nacht der Stollen! Diesmal spiele ich für Magdeburg und obwohl das Team vom Niveau weit hinter Frankfurt liegt und wir alles verlieren (außer ein Unentschieden gegen Prague 7) bin ich zufrieden, weil alle sich reinhängen und mehr wollte ich gar nicht. Dieses Jahr kommen eine Menge meiner Freunde, manche sogar mehrmals, und ich bin überglücklich und dankbar, auch dass sie sich so toll mit meinen Mitspielern verstehen. Bei Jungle Speed und fiesen Kommentaren, also einer Fülle witziger Situationen, ist jeder Gedanke an die personifizierte Falschheit A. eine Verschwendung.

So- Aufwachen unter Schmerzen, nach so langer Zeit ohne richtiges Training und Turniere keine Überraschung, ein frisbee-freier Monat muss bestraft werden... Wir verlieren und gewinnen noch ein Spiel im Beisein meiner Eltern und der Rest des Teams ist beeindruckt von meinen Fans, ...Verbeugung, Respekt! Auf der Rückfahrt nach Frankfurt bin ich froh über die Gesellschaft von Freund C und unserer interessanten Unterhaltung, bin hundemüde und völlig energielos, so dass sich die Enttäuschung über den Verlust von A. nicht mehr verhindern lässt.

Gestern habe ich dann alle Kontaktmöglichkeiten mit A. gelöscht um nie wieder in Versuchung zu kommen mit ihm zu reden und musste feststellen, wie schmerzhaft es ist, einen guten Freund zu verlieren, selbst wenn er mein Vertrauen missbraucht und mich angelogen hat. Und zwar im GAU-Stil, er wusste genau, was mich mich am meisten verletzen würde. Und es macht ihm nicht einmal was aus...
Heute habe ich während des Nickerchens von A. geträumt und nicht mal in meiner Fantasiewelt konnten wir unsere Probleme lösen. Soweit ist es also schon gekommen in meinen Träumen mit der Realität... Wer brauch denn sowas?

Klar, an dieser Stelle war ich im letzten Jahr ein paar mal, von daher weiß ich was in verzweifelten Situationen zu tun ist: Augen zu und durch, Lektion lernen, Musik anmachen und ab ins Training...
Lektion 1: Sei dankbar für die guten Freunde, die du bereits hast, denn obwohl es so scheint, sie sind keine Selbstverständlichkeit!
Lektion 2: Vertraue niemanden, nur dir selbst, denn diese Enttäuschung ist absehbar.



Und jetzt muss ich werfen üben gehen.

Dienstag, 30. Dezember 2008

before we end, and then begin...*

Ist es nicht verrückt?
- Ja. Wie immer.

Wenn jemand mal eine Geschichte über mein Leben aufschreibt, kann er gut und gerne eine Menge Liedtexte zitieren. Was war eigentlich zuerst? Die Musik, oder die Gedanken?

Ich sehe jetzt viel klarer, und das ist ein bißchen wie Kiffen, sehr ungewohnt und vor allem verwirrend. Ja, der Unterschied zwischen meiner alten und neuen Brille ist gewaltig, und nach ungelogen 12mal in den Spiegel schauen habe ich auch beschlossen, dass mir die neue gefällt. Sie war dringend notwendig, da meine Augen anscheinend eine Unverträglichkeit gegen Kontaktlinsen entwickelt haben und mich bereits zum zweiten mal in einer Praxisgebühr-Periode mit einer Hornhautentzündung ärgern. Aber Zorn ist nur ein Ausdruck von der Erkenntnis über zur Realität geschrumpfte Illusionen, denen man ohnmächtig gegenübersteht. Gönnen wir uns bei diesem tragischen Anblick getrost einen Martini, gerührt, nicht geschichtet. Mit kalten blauen Augen wie Mr.Craig in"007 Casino Royal", und diesen Film zu sehen und 2 wertvolle Stunden meines Lebens verschwendet zu haben werde ich noch eine Weile bereuen. Dabei kann Daniel nicht viel dafür; seine stark begrenztes Schauspieltalent passt zu der unkreativen Geschichte und den Rosamunde-/ Rambo-artigen Dialogen. Das Budget hat eben nur für den Unterhaltungswert gereicht. Aber ich sollte mir auch keine Männerfilme anschauen (hallo Sexismus!) und enttäuscht sein über sprachlichen Stilbruch, das dachte ich mir schon bei 300 und Werner. Naja, vielleicht habe ich es auch missverstanden und es ist eine Parodie auf die Nackte Kanone. Immerhin gab es ein paar gut choreografierte Stunts, die mich Bond-Filme auf ewig gegenüber Titantic-Filmen bevorzugegen lassen.
Immerhin war die neue Brille billig. Also für 2 Stückchen Glas mit Rahmen immernoch unverschämt teuer, aber gegen den Versicherungsbetrag wenn ich weiterhin blind durch die Gegend radle ein Schnäppchen. Und das muss es auch, denn laut Dienstplan werde ich nächsten Monat ganze 16h arbeiten, ich fang schon mal an zu fasten, oder hinter dem Haus ein Gemüsebeet anzulegen, falls ich mich mit dem Besitzer der Autowerkstatt einigen kann. Da habe ich schon 2 Jobs und bin trotzdem arm, denn bei beiden ist nix zu tun. Ich würde ja nicht jammern (hallo Ironie!), wenn das nicht schon seit Monaten so gehen würde... Nun endlich haben auch mich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erreicht. Aber auf Fragen nach meinen roten Zahlen im Finanzhaushalt werde ich wohl mit "Verkalkulierungen an der Börse", "Aktienunfälle" und "unvorhersehbaren Kurseinbrüchen bei sicher geglaubten Anlagen" antworten, es scheint so schön der Schein oh ja... Nein, ich muss mir keine Sorgen um die Zukunft zu machen, denn die kommt ganz sicher, aber erfahrene Anleger wissen das ja schon längst! Was sie noch wissen: hier.

~

Morgens aufwachen, in die versprenkelten Sonnenstrahlen blinzeln, die durch den Rolladen hindurch den Tagesanbruch angenehm werden lassen, den Luxus des noch-ein-wenig-Liegenbleiben-Könnens voll auskosten und den Moment wie Champagner auf der Seele prickeln lassen. Radio an, mit den Beatles zu Ob-la-di Ob-la-da summen und sich schließlich voller Zuversicht in den noch unschuldigen Tag stürzen.
Und mit genau dieser Einstellung trete ich dem neuen Jahr gegenüber, motiviert von einer inneren Gewissheit, die einem Gefühl den Mantel der Realität umhängt. Ich bin überzeugt, dass es toll wird. Natürlich vor allem im Vergleich zu 2008, aber ich will um nichts in der Welt jetzt anfangen über vergangene Sorgen zu klagen,... nananana life goes on. Eigentlich hat die neue Ära für mich bereits angefangen, vor ca 2 Wochen, oder 3, so unerwartet begann sie wie die vorherige erst nicht enden wollte. Irgendwann, und das wird sicher noch dauern, irgendwann werde ich nicht mehr überrascht sien, dass mich die Unberechenbarkeit des Lebens noch verwundert. Solange es spannend bleibt...
Also schreiten zur offiziellen Feierstunde, schließen die Akte 08, ein zufriedener Seufzer auf den Lippen, ein Lächeln um die Augen, ein Glas Sekt in der Hand, beobachten wie die Besonderheit des Moments mit Bedeutungen jongliert und in einem Farbrausch man nur noch wahrnimmt, was man eh schon immer wusste: Nichts ist wie es war und alles wird immer so sein.

Weihnachten in Familie: lustig wie nie!


***

It is always weird to try to find some fitting english words after writing in german (and the other way round), especially since my vocab is still far from my ideal idea of an appropriate and eloquent style. But I'll keep on practising and bother all my english-speaking friends with the reward of finally enjoying my blog! And I also hope that most of you understand the german above so I don't have to repeat the story and rather add some more interesting thoughts under the cover of training-necessities.
I was wondering about british/ american traditions you have for New Year's, or if you do the same stuff as we do, like casting lead (Bleigießen), crackers (Knallbonbons), positive resolutions (gute Vorsätze) and so on. Besides Dinner For One, any other things to be repeated every year's end? Tell me!
Just in case you haven't experienced a New Year's in Germany yet, I'm gonna describe a typical night for you:
First of all you have to decide which party to attend (only throw one yourself if you prefer starting the new year with cleaning and wanna miss a nice walk early in the dusty morning through heaps of rubbish, broken bottles and waiting for the bus in the cold with hundreds of other tired people). Everywhere you'll have punch (Bowle), strained-happy people and maybe some palour games or worse. The food will be good, the music strongly depends on the age of the hosts and also the other guests. They often all know each other and except for the fireworks and one more sort of alcohol there's pretty much no difference to an average party. Everyone is bit more extroverted, but behind the mask of hope that things will change for the better in only a few hours, New Year's plans are already doubted in their success. The ones with the least expectations will have the most fun, the others watch TV and drown their regrets in champaign. Surprisingly, after the countdown - and it must be something psychological experts haven't yet understood - most of the old worries REALLY seem to end up in the smoke of the fired rockets and confidence gained out of the new number in the calender casts out the heavy thoughts, making space for new possebilities. Now the actual party starts, with important meanings left behind in the old year, everyone just dances, sings or drinks more to join (or at least bear) the dancers and singers. The party will not be over til 6 o'clock when some are already having profound conversations and the host is already in bed.
The small portion of bitter sarcasm in this report is only because I don't believe in the idea of such a celebration but I rather get drunk for reason, ey?! I like the mood and how you gain confidence with every sip of champaign you take, not to talk about the fireworks! Standing at the balcony, looking at the illuminated city below, losing a sigh and a smile and singing along with Billy Joel...

"So before we end and then begin
We'll drink a toast to how it's been
A few more hours to be complete
A few more nights on satin sheets
A few more times that I can say
I've loved these days "

Freitag, 5. Dezember 2008

until I have enough

"say you will, say you won't, make up you're mind...!"
after I had a nice Breakfast In America and heard Angel In The Centrefold and despite my annoying cold, I believe I Can't Stop!
I'm sick, so sick of being asked "How you're doing?" and not having a convincing answer. I'm sick of being Lost, sick of waiting, sick of thinking of him. Life won't happen whilst sitting at home, waiting for it to knock on the door, and problems won't be solved by only thinking about them. Isn't that cute? The little girl's growing up! I wanna thank my parents,...
But seriously; of course, this won't be the end of my depression, come on, it's not that easy!! But first I'm not sad all the time, more in general, under the surface, and second every now and then I gotta feel down, even if it's just to appreciate the happy times!
I guess I knew I would come to that point. That's the advantage of thinking a lot, I kinda know myself and know how to compensate mistakes etc. : just behave "wrongly" until getting sick of it! So thanks to all my friends who had the patience to wait for this point and kept on believing and cheering and kicking my ass. (I start truely believing in what you are saying, promised!) Hopefully these few simple sentences explain a bit what was going on... Basicly the only thing you need to understand is that I'm aware of what's happening, for most of the time, but understanding and feeling are two different things. I comprehend my situation and that I (finally) need to get out of it. Nevertheless, I gotta get through it first of all, meaning acting out my moods, until I have enough... Sorry, but surpression doesn't work for me!

Wow, it sounds like a unusual long excuse, but I rather wanna remeber everyone of a simple fact we may forget about every now and then: that apart from all our problems and apart from the question who caused them, life is just about how you see it, it all depends on your attitude.
Isn't it nice to know that you always have the choice?!

Can't stop the gods from engineering
Feel no need for any interfering
Your image in the dictionary
This life is more than ordinary
...
Can't stop the spirits when they need you
This life is more than just a read thru

Mittwoch, 26. November 2008

Nachtrag auf dem Nachhauseweg

Zwei Sachen, die noch loswerden will, um 1:23Uhr Mittwoch morgens...

Erstens habe ich endlich ein lang gesuchtes Lied gefunden, durch Zufall, es wurde wieder im Radio gespielt und nun kann ich es noch als BONUSTRACK zu meiner Herbst-Playlist hinzufügen:


Und dann wäre da noch ein weiterer zu erbringender Beweis für den herrschenden Irrealismus in meinem Leben, oder auch: "Wie ich gerade mit der U-Bahn nach Hause fuhr".
Ich war zu Besuch bei einer Freundin, eine von denen, mit welchen man bereits nach einer Woche visueller Abstinenz schon zwei Stunden brauch um alle Neuigkeiten auszutauschen, der man eben auch alles anvertrauen kann und sich unter gegenseitige Wertschätzung und Hilfe stets der reine Spaß am Dasein mischt... In der einen Minute ernsthaft alle Aspekte einer Begebenheit bis ins Detail auseinanderklamüsern und in der nächsten über eine Albernheit lachen bis man sicher ist, die Nachbarn geweckt zu haben. Ich kann mich wohl glücklich schätzen, dass ich einige dieser Freunde habe.
Diesmal war es jedoch etwas anders, waren wir anscheinend in sämtlichen Punkten unseres Gesprächs unterschiedlicher Meinung und nach einer Weile begann ich mich für Handlungen zu rechtfertigen, auf deren Bestätigung und Ermutigung ich von ihr erhofft hatte. In einer völlig anderen Lebenssituation, mit klaren Vorstellungen und entsprechend gezielten Aktionen, konnte sie nicht nachvollziehen, wie ich momentan durch meinen Alltag stolpere, hin und her gerissen zwischen Vernunft und Chaos-produzierenden Taten wider besseren Wissens. Vielleicht war sie auch meine nicht-enden-wollenden Seifenoper-Geschichten leid; hörte diese zwar sehr aufmerksam und geduldig an, aber Trost und Ermutigung konnte sie nicht erübrigen. Zur Recht, vielleicht.
Über all das dachte ich nach, in der U-Bahn, zwischen den Zeilen meines Buches. Plötzlich setzte sich jemand mir gegenüber und fing an, mich vollzuquatschen.
"Ey, was machst du da? Fährst du nach Hause?"
Ich ignorierte ihn. Mir fehlte schlichtweg die kreative Energie bzw. die Fiesheit um ihn abzuwimmeln, bzw. war meine soziale Ader für heute ausgeblutet. Als ich noch überlegte, so zu tun als ob ich nur englisch spreche, denke ich mir, mit einem deutschen Buch in der Hand wirkt das nicht so überzeugend.
"Hallo? Was is los? Studierst du? Ey, sag doch ma was!"
Endlich blicke ich auf.
"Ooooh, schöne Augen!"
Er wirkt noch jung, europäisches Aussehen, etwas heruntergkommen, herausfordernder Blick.
Ich will weiterlesen.
"Was liest du denn da? Kannst wohl nich reden?!"
Mit zusammengekniffenen Augen versuche ich mich auf die Zeilen zu konzentrieren. Je länger er redet, desto weniger weiß ich, was ich sagen soll.
"Hallo! Halloooo!!"
Er fuchtelt mit der Hand vor meinem Gesicht, ich stiere in mein Buch.
"Hast du einen Freund? Wir könnten uns ja ma treffen..."
Er fängt an mit der Spitze seines Schirms an meiner Tasche rumzustochern. Schließlich piekst er mich leicht. Ich werfe ihm einen weiteren bedeutungslosen Blick zu.
"Uuuuuh, wirst du mich jetzt verklagen, weil ich dich belästigt hab, was?!"
Er lacht stichelnd.
"Du redest wohl nicht gern, was?"
Die U-Bahn hält, er steigt aus, sichtlich verärgert über meine fehlenden Reaktionen.
"Ich wünsche dir noch einen schönen Abend."
Ich klammere mich mit meinem Blick in mein Buch. Er ist nun richtig frustriert.
"Weißt du was? Ich wünsche dir, das du mal richtig viel Geld verdienst! Ja, das wünsche ich dir!"
Es klingt wie eine Drohung. Als er weg ist frage ich mich, ob Geld wohl sein größtes Problem ist (meines jedenfalls nicht). Und warum ich so überhaupt keine Angst vor ihm hatte.

Die letzten 10 Minuten Fußweg wächst meine Verwirrung nach dieser Begegnung weiter. Unter den leuchtenden Neon-Ringen am Messe-Turm suche ich nach Antworten, drehe mich schnell im Kreis, die Farben verschwimmen, aber die Erleuchtung bleibt aus.
Ich denke wieder an den Besuch bei meiner Freundin und wie sehr ich sie mag, trotz unserer Meinungsverschiedenheiten. Soll ich ihr jetzt nicht mehr von meinen Problemen erzählen aus Angst vor ehrlichen Antworten? Scheue ich vielleicht ihre Version der Wahrheit so sehr? Aber wer bin ich denn, mich ständig Herausforderungen stellen zu müssen? Ein Niemand bin ich! Gefangen in den beschränkten Spähren meines Bewusstseins, ewig gegen den Strom schwimmend in den fließenden Übergängen zwischen Sein und Schein. Das Gefühl der Deplaziertheit steigert sich in Wut, bis ich schließlich mitten auf der leeren Straße stehen bleibe. Die Ampel steht auf rot. Da fällt mein Blick plötzlich auf das Straßenschild... Lia-Wöhr-Platz. Noch nie zuvor hatte ich den Namen, meinen Spitznamen Lia, ein zweites Mal gehört oder gesehen und nun starrte er mich an, festgeschrieben, das Gefühl nicht hierher zu gehören belächelnd. Die Ampel ist mittlerweile grün. Da schlägt mich die Realität mit meinen eigenen Waffen, und wie im Trotz laufe ich die letzten Meter bis zu meiner Haustür, die Stirn nachdenklich in Falten gezogen, bleibe schließlich kurz stehen und meine herausfordend:
"Leben, so einfach wie du tust, bist du gar nicht."
Die Straße liegt still, die nächste Ampel ist ausgeschaltet. Darauf kommt nun doch keine Antwort mehr.

Sonntag, 16. November 2008

nix zu essen, nix zu lachen: nu aber schnell musik anmachen! *

unfair!
Gerade läuft bei Solid Gold "Summerbreeze" von den Seals und ich frage mich welche Ironie die Spinner denn da in der Radiostation geritten hat, bis mir wieder einfällt, dass in Neuseeland gerade Sommer wird.

endlich!
Habe die neue Begleitmusik zur kalt-bunten Jahreszeit fertig und ich kann in aller Bescheidenheit behaupten, der Deep-Autumn-Soundtrack ist meine beste Kreation bisher! Je öfter gehört, desto mehr ist man betört! Klar, die Lieder sind eher ruhig, aber gerade kenne ich nich viele Leute, die ohne Probleme und mit voller Kraft voraus durchs Leben steuern, also gewinnt man wieder die Mehrheit und darf sich wie im Film fühlen, wo im tragischen Augenblick ein passendes Lied gespielt wird. Also einfach merken und im richtigen Moment lossummen...



1. The Kooks - Tick Of Time
2. Nelly Furtado - Crazy (Cover)
3. Bic Runga - Sway
4. Gary Jules - Umbilical Town
5. Element Of Crime - Delmenhorst
6. Stone Sour - Through Glass
7. Cock Robin - Just Around The Corner (live)
8. Counting Crows - Colourblind
9. Jake Shimabukuro & Chris Burgan - Crosscurrent
10. Don Mclean - Castles In The Sky
11. Fleetwood Mac - Rihannon
12. Badfinger - Day After Day
13. Neil Young - Old Man (live)
14. The Kooks - One Last Time
15. Jose Gonzalez - Save Your Day

und außerdem...
...bin ich immer hungrig, das kann ja nicht sein! Deswegen jetzt Radikal-Experiment, alles Ergebnisse beim nächsten mal. Und dann wollte ich noch das Thema GLÜCK vertiefen, aber da mir momentan die literarische Grundlage fehlt, muss das ebenfalls warten. Passt eh viel besser zu Weihnachten. Aber etwas kann ich schon jetzt präsentieren: neue tolle s/w-Fotos in meinem Picasa-Album; mit der Praktica aufgenommen und gescannt, also nicht unbedingt beste Qualität, aber man erkennt die gute Absicht.
Und an alle, die gehofft hatten, jetzt mal wieder was neues aus meinem Leben zu erfahren: Was bitte soll denn noch passiert sein seit unserem letzten Chat/ Telefonat?
Aber sagen wir mal: Die Bauarbeiten halten an, auf jeden Fortschritt folgt ein Rückschlag, aber man bleibt hart dran. In Hessen kennt man keine Feiertage...

WUSSTEST DU SCHON?
Mein Leben ist schlimmer unrealistisch als jede Soap!
Heute hatte ich ein Referat mit 2 Typen, und wie sich herausstellte war der eine CDU-Mitglied und der andere bei der SPD, das Thema war "Zielkonflikte". Dementsprechend gestaltete ich die Einführung im EXPLOSIV-Stil mit "Mein Name ist Julia, und DAS... sind unsere Themen"

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Check out my new soundtrack above! It's the best one I've done so far! A bit slow, some may say, but not most people, since most people will enjoy just the right music for their chaotic life!

And I added new fancy b/w-pictures to my picasa-album! The scanning is not the best, I admit, it can't spoil their beauty, though.

Just recently I heard "Summerbreeze" by The Seals on my favourite internet radio station SOLID GOLD and asked myself by which kind of irony these crazy host had been hit but then I remembered that in New Zealand summer just begins.

Mittwoch, 5. November 2008

es ist schon ein bißchen lustig...

beginnen wir heute mal mit einer kleinen übung, also nicht mit zahlreichen belegen für die widerborstigkeit meines lebens. in diesem blog wird viel zu viel von mir geredet! also, wenn es noch mehr kritik gibt, immer her damit! wie man sieht versuche ich noch so antithetischen anschuldigungen nachzugehen...

man stelle sich also vor, man ist in einer wüste. also, jetzt ist nur die fanatsie gefragt, dies ist kein trick oder so und es gibt am ende (wie eigentlich fast nie) kein richtig oder falsch. nach jedem begriff sollte man sich kurz zeit nehmen, um ihn in das bild einzubauen, auf details darf geachtet werden.
das bild von der wüste ist gekennzeichnet von nichts als weißem sand und endlos blauem himmel.
nun stelle man sich einen würfel vor, der irgendwo in dieses bild kommt, in farbe und beschaffenheit.
...
als nächstes kommt eine leiter hinzu. wie sieht die aus und wo genau im bild befindet sie sich?
...
und schließlich denke man an ein pferd. wie sieht das aus, was macht es und wo befindet es sich?
...
am ende behält man das bild in seinem kopf und los gehts mit wilden interpretationen! der würfel soll einen selbst symbolisieren, die leiter die freunde und das pferd die liebe(sbeziehung). angeblich lernt man hierbei etwas über die art und weise wie man sich selbst und die menschen sieht, die einem wichtig sind. viel spaß beim selbstbetrachten und erzählt mir bei gelegenheit mal, was ihr euch vorgestellt habt, dann erfahrt ihr auch mein bild...


mein leben ist noch eine baustelle, die umleitung erfolgt über andere themen, kommentiert von verkannten weisen:

nach der wahl des ersten offensichtlich afroamerikanischen präsidenten der usa sagte meine oma über die informationsflut: "nehmen die keine rücksicht auf alte leute, die einen film gucken wollen?"
und über obama selbst: "da können die froh sein, dass die einen dummen für den posten gefunden haben!"

mein mitbewohner über die finanzkrise und unser gespräch, in welchem wir geldbeträge uns versuchen vorzustellen:
"500 milliarden in scheinen, wieviele sind das? ...hm, ich hol jetzt keinen taschenrechner... obwohl, das sind 100 milliarden. soviele passen gar nicht in unsere küche!"

element of crime über die vertracktheit:
"ohne dich will ich nicht
mit dir kann ich nicht sein."


frage des tages:

wenn man früh um 6 von ner party nach hause kommt, nimmt man dann zum zähneputzen aronal oder elmex?

Donnerstag, 16. Oktober 2008

back to the routes!

Isn't life just as hard as you make it? Guess so.
so here I'm sitting in the morning sun with a coffee and enjoying the simple things. When did you last appreciate happyness? To my interests in facebook I recently added "living conciously" and it's sort of conclusion an an enlightment that came to me during a chat with a friend on some idle thursday, right after getting up. (yeah, I know! 3p.m. ... *ahem*)
[translated as good as possible]

[16.10.2008 15:30:25] pumpernickel : hi
[16.10.2008 15:33:17] Lia : happiness and sadness aren't 2 different things, they can't be distinguished. they're are one thing, seen from two different sides.
happiness and sadness are walking hand in hand. you can't choose to feel only one of them. if you take one, you gotta take the other feeling, too...
[16.10.2008 15:34:01] pumpernickel : sounds like another verse of gnarls song :)
[16.10.2008 15:35:10] pumpernickel : ;) I agree: except that you never have both at once...or better said, if you have one of them, you gotta be aware of the other 8) (deep thoughts after midday)
[16.10.2008 15:37:34] Lia : that was only a thought of mine, so not from GB
[16.10.2008 15:37:46] Lia : I just thought I confuse you a bit
[16.10.2008 15:37:47] pumpernickel : not bad
[16.10.2008 15:37:50] pumpernickel : ;)
[16.10.2008 15:38:09] pumpernickel : I'm confused anyways, so there's no harm you could still do.. :D
[16.10.2008 15:38:19] Lia : but such things happen to me quite often... maybe more often then I want them to...
[16.10.2008 15:38:37] pumpernickel : like confusing others, or having thoughts?
[16.10.2008 15:38:41] Lia : to be really happy first and then noticing helplessly how I become sad
[16.10.2008 15:39:18] Lia : although nothing bad happened!
[16.10.2008 15:39:28] pumpernickel : hm, then the reason for the happyness is gone, suddenly?
[16.10.2008 15:39:31] pumpernickel : well
[16.10.2008 15:39:34] pumpernickel : fading?
[16.10.2008 15:39:55] Lia : and it's no sadness lasting forever, more it seems to be necessary, like the sun setting at the end of the day...
[16.10.2008 15:40:13] Lia : well, I was also happy "for no reason"
[16.10.2008 15:40:26] Lia : so why does sadness need one?
[16.10.2008 15:41:02] pumpernickel : the question rather is if you think about being able to be really happy?
[16.10.2008 15:41:19] Lia : and if I do so?
[16.10.2008 15:41:29] pumpernickel : well.. erm.. as if you're looking a gift horse in the mouth
[16.10.2008 15:42:10] pumpernickel : then you're happyness fades because there hasn't been anything extraordinary...just general satisfaction
[16.10.2008 15:42:16] Lia : there's sort of a certain degree of conciousness I can't go below
[16.10.2008 15:42:49] Lia : and by making myself aware that I'm happy, I don't always destroy that feeling, sometimes I double it as well
[16.10.2008 15:44:15] pumpernickel : are "making yourself aware" and "thinking about the reason" the same? no?
[16.10.2008 15:44:42] Lia : exactly! and the thing about the reason, you said it, didn't you?
[16.10.2008 15:44:49] pumpernickel : no idea
[16.10.2008 15:44:50] pumpernickel : haha
[16.10.2008 15:44:56] Lia : (chuckle)
[16.10.2008 15:45:21] Lia : but thinking about the reason doesn't have to have a bad outcome as well.
[16.10.2008 15:45:52] pumpernickel : dunno, then it's weather-based mood-variation
[16.10.2008 15:46:04] pumpernickel : 8-)

Yeah, think about. Not to say: Make yourself aware...


And just to mention it, since I've been asked quite often recently:
Yes, I am really happy in my new shared flat! I really like my new flatmates, I even get along with them much better than with my old one. They are fun and they take care about the flat; not that it's sterile, but when I come home after the weekend it's just clean. Sigh. Not to mention how they just buy buns for breakfst or make coffee without me asking for it. Doublesigh. They didn't even kick me out after all those bowls and bottles I broke... I guess I'm got really lucky movin in here!


And now the QUESTION OF THE DAY:
When coffee is made of beans, is it a vegetable then?

~~~~~

Das Leben ist eigentlich auch immer nur so schwer wie man es sich macht, oder? So sehr ich als Berufsungeduldiger den Gedanken hasse, dass es oft hilft einfach abzuwarten und Tee zu trinken (vor allem in dieser kalten Jahreszeit, am besten Melisse! mit Honig!), so sehr hat er sich doch bewahrheitet. Mit dem Bewusstsein ein Problem zu haben war es leichter, mich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren, nämlich die einfachen Vergnügen wie morgen in der Sonne zu sitzen und Kaffee zu trinken. Glücklichsein muss man erstmal genießen lernen. Und das ist schwerer als gedacht. Mal abgesehen davon, dass man es ja nicht immer merkt, wenn man glücklich ist.
Diese Gedanken sind eine Art Zusammenfassung eines Gesprächs im Chat, welches ich vor nicht allzu langer Zeit an einem völlig unbedeutenden Tag direkt nach dem Aufstehen hatte. (ich weiß! Student eben!)

[16.10.2008 15:30:25] pumpernickel : hi
[16.10.2008 15:33:17] Lia : [übersetzt] fröhlichkeit und traurigkeit sind nicht 2 verschiedene dinge, man kann sie nicht unterscheiden. sie sind eins, betrachtet von zwei verschiedenen seiten.
fröhlichkeit und traurigkeit gehen hand in hand. du kannst dich nicht entscheiden, nur eines von beiden zu fühlen. wenn du eines nimmst, musst du auch das andere gefühl nehmen...
[16.10.2008 15:34:01] pumpernickel : sounds likeanother verse of gnarls sein song :)
[16.10.2008 15:35:10] pumpernickel : ;) aber ich stimm dem zu: bloß dass man nie beides gleichzeitig hat...oder ums besser zu sagen, wenn man eins hat, muss man sich des anderen bewusst sein 8) (tiefe gedanken nach dem mittag)
[16.10.2008 15:37:34] Lia : das war nur so ein gedanke von mir... also nich von GB
[16.10.2008 15:37:46] Lia : dachte mir, ich verwirr dich mal ein bißchen!
[16.10.2008 15:37:47] pumpernickel : nich schlecht
[16.10.2008 15:37:50] pumpernickel : ;)
[16.10.2008 15:38:09] pumpernickel : ich bin auch so verwirrt, kannst also keinen schaden mehr anrichten.. :D
[16.10.2008 15:38:19] Lia : aber sowas passiert mir oft... vielleicht mehr als mir lieb ist...
[16.10.2008 15:38:37] pumpernickel : andere zu verwirren, oder mal gedanken zu haben?
[16.10.2008 15:38:41] Lia : erst vollkommen fröhlich sien und plötzlich hilflos mitbekommen, wie man traurig wird
[16.10.2008 15:39:18] Lia : dabei ist nix schlimmes passiert
[16.10.2008 15:39:28] pumpernickel : hm, aber ist denn der grund, fröhlich zu sein, plötzlich weg?
[16.10.2008 15:39:31] pumpernickel : ah
[16.10.2008 15:39:34] pumpernickel : verblasst?
[16.10.2008 15:39:55] Lia : und es ist auch keine traurigkeit, die endlos scheint, mehr scheint es einfach notwendig zu sein, so als ob nach einem tag einfach die Sonne untergeht...
[16.10.2008 15:40:13] Lia : hm, ich war ja auch "grundlos" glücklich
[16.10.2008 15:40:26] Lia : wieso muss die traurigkeit dann einen haben?
[16.10.2008 15:41:02] pumpernickel : die frage is eher, ob du darüber nachdenkst, wirklich glücklich sein zu können?
[16.10.2008 15:41:19] Lia : und wenn ich es tue?
[16.10.2008 15:41:29] pumpernickel : also.. erm.. sozusagen dem geschenkten gaul ins maul guggst
[16.10.2008 15:42:10] pumpernickel : dann verblasst deine glücklichkeit, da ja nix extraordinäres da war...bloß allgemeine glücklichkeit
[16.10.2008 15:42:16] Lia : es gibt einen bestimmten grad von bewusstsein, den ich nicht unterschreiten kann sozusagen
[16.10.2008 15:42:49] Lia : und indem ich mir bewusst mache, dass ich glücklich bin, zerstöre ich das Gefühl nicht immer, manchmal verdopple ich es dadurch auch
[16.10.2008 15:44:15] pumpernickel : sind "sich darüber bewusst werden" und "über den grund nachdenken" gleich? nö, oder?
[16.10.2008 15:44:42] Lia : eben! das mit dem Grund hast du gesagt, oder?
[16.10.2008 15:44:49] pumpernickel : keine ahnung
[16.10.2008 15:44:50] pumpernickel : haha
[16.10.2008 15:44:56] Lia : (chuckle)
[16.10.2008 15:45:21] Lia : aber über den Grund nachdenken muss ebensowenig schlechte Folgen haben!
[16.10.2008 15:45:52] pumpernickel : ka, dann isses wetterbestimmte stimmungsschwankung
[16.10.2008 15:46:04] pumpernickel : 8-)

Denkt mal darüber nach. Um nicht zu sagen, macht es euch mal bewusst...


Und nun zu einer Frage, die mir in letzter Zeit häufig gestellt wurde (außer: "Wie gehts deinem Auge?" - "Wir werden sehn..."), nämlich die bezüglich meiner Wohnsituation.
Also, der Himmel auf Erden kan nicht schöner sein als meine neue Wohnung! Mal abgesehen von der tollen alles-in-10-Minuten-mit-dem-Fahrrad-erreichen-Lage und den 15€/ Monat weniger im Vergleich zur alten Wohnung, bietet mir die neue vor allem: Klasse Mitbewohner! Von morgens einfach mal Brötchen mitbringen oder Kaffee kochen über auch ohne Putzplan die Wohnung sauberhalten bis hin zu aufgebrauchte Lebensmittel nachkaufen ist alles dabei. Versteht mich nicht falsch, es ist hier nicht steril (schon allein wegen der vielen Scherben, ich gebe gerade eine gute Vorstellung von "die fleischgewurdene Katastrophe"), aber unser Verständnis von Sauberkeit ist ziemlich gleich. Erleichtert durfte ich auch schon feststellen, dass mich mein erster Eindruck was die Partytauglichkeit der beiden betrifft sehr getäuscht hat... Das ist jederzeit drin, in der Tüte neben den tiefsinnigen Gesprächen. Ich muss mich nur etwas zurückhalten und sie nicht gleich mit all meiner Verrücktheit überrumpeln, also erstmal nicht die Geschichte vom Abflussrohr, der Whiskeyflasche und so weiter erzählen und vielleicht auch etwas weniger laut singen, morgens. Und mittags. Und überhaupt. Vielleicht mögen sie Den König Der Löwen nicht. Hm... Neeeeeeee! Unmöglich!


Jetzt noch zur FRAGE DES TAGES:
Wenn Kaffee aus Bohnen gemacht wird, ist es dann ein Gemüse?

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Gedankenpuzzle...

ui ui ui.
so viele Dinge sind passiert, das passt gar nicht alles hier rein. und M. hat sich gerade erst beschwert, dass meine Einträge zu lang sind. oder U., die da meinte, man sehe gar nicht durch. tja, ich auch nicht, falls das ein Trost ist.
und mittlerweile haben sich die Dinge so verrückt entwickelt, das würde mir kein Soap-Schreiber abkaufen. aber das Leben ist ja eh der bessere Film...



auch wenn es sich so anfühlt, zumindest in diesem Moment, ist natürlich nicht alles schlecht. Das Schöne im Leben ist, selbst wenn es einem selbst nicht gut geht, gibt es immer noch genug wundervolle Ereignisse, dessen Zeuge man sein kann. Es reicht nicht immer, aber es ist ein Trost...

Gestern sah ich einen Freund von mir, wie er jemand verliebt hinterher sah. Nichts um ihn herum hatte eine Bedeutung, all seine Aufmerksamkeit galt der Frau, die sich langsam von ihm entfernte. Sein Blick lag auf jeder ihrer Bewegungen, völlig gebannt nahm er ihre Erscheinung in sich auf. Regungslos stand er da, die Welt um ihn verschwimmend, Raum und Zeit schienen beliebig manipulierbar, doch zumindest vollkommen irrelevant. Schließlich drehte sie sich zu ihm um als sie am anderen Ende angekommen war, und ich drehte mich weg um die Intimität dieses Moments nicht von meiner Neugierde auffressen zu lassen, denn dies ist nicht meine Geschichte. Ich selbst sah jemand hinterher, innerlich, er jedoch drehte sich weg.

warum fühlt es sich nur so an
als hätte ich dich schon verloren
als wäre alles vorbei
bevor es richtig begann?

Beinahe jeden Tag gibt es Momente, an den man wünschte es wäre ein anderer Tag. Manchmal haben wir noch die Kraft sie zu nutzen, daraus zu lernen oder zumindest den Schmerz, die Verwirrung und die Wut als Teil des Daseins zu akzeptieren. Aber in unserem Bewusstsein ist oft eine andere Skala, anhand welcher wir Gerechtigkeit in dieser Welt messen und dabei verlieren wir uns in endlosen Debatten über die Berechtigung verschiedenster Ereignisse.

Dem Glück hinterlaufen? Darauf warten? Oder meine Wünsche solange umformulieren bis sie zu meinem Leben passen? Wenn Kompromisse an Selbstbetrug grenzen brauche ich mich nicht zu wundern warum die Zufriedenheit auf sich warten lässt.

Das war gerade die Spitze des Eisbergs von Chaos, das gerade behauptet mein Leben zu sein. In letzter Zeit wurde mir oft gesagt, dass ich auf den ersten Blick sehr zufrieden wirke, aber dahinter noch eine ganze Menge Verzweiflung steckt. Ja. Und Angst. Einsamkeit. Selbstzweifel. Aber warum sollte ich andere damit nerven? Jeder hat seine eigenen Probleme, genug Stress und gute Gründe, sich um sich selbst zu kümmern. Ich muss mein Leben allein auf die Reihe kriegen! Immerhin habe ich mir bereits eingestanden, dass ich ein Problem hab, damit ist der halbe Weg schon gegangen. Etwas weniger Selbstkritik und dafür mehr Mut, auch mal Menschen die ich mag zurückzuweisen, dazu positive Gedanken und liebestechnische Abstinenz bis zu meinem nächsten Geburtstag, das ist der Plan!

Aber ich habe schon wieder viel zu viel geredet. Und es wird genauso wenig verständlich gewesen sein, wie es offene Fragen beantwortet hat. Aber ich bin ja nicht die Bibel...

Dienstag, 16. September 2008

daneben (aktuell und unkommerziell)

wenn es mal wieder drunter und drüber geht
ist man froh, wenn man nicht auch noch neben sich steht.

nach monatelanger poetischer Abstinenz, so scheint es, fließen die Worte grad unaufhaltsam, der letzte Nachtdienst war sehr produktiv...

"Angst, Unabhängigkeit, Sehnsucht... manchmal würde ich meinen Gefühlsapperat gerne kontrollieren wie einen Kaffeeautomat. Heute Selbstbewusstseins-Espresso! Aber mit Milch und Zucker! der ganze Satz bliebe im Filter, ohne dass der Geschmack leidet, gleiche Intensität. Am besten heiß genießen."

vielleicht hat es etwas damit zu tun, was sich gestern beim Training ereignet hat...
Ich war in der Offence (Angriff) und lief einer Scheibe hinterher, die weit vorgelegt war, als ein anderer Verteidiger - Capa - auch losrannte, geradewegs auf mich zu. Klar war er schnell, aber ich wäre eher an der Scheibe gewesen und hätte sie auch gehabt, jedoch ist irgendwas falsch gewesen an dieser Situation, das die Dinge völlig aus dem Ruder brachte. Ich wüsste gern, was mein Unterbewusstsein alles assoziierte mit der Szene, vielleicht den Unfall bei der DM in Heilbronn, auf jeden Fall schien mein Körper automatisch zu reagieren: Ich stoppe urplötzlich ab, mein Herz fing an zu rasen und mein Atem ging immer schneller. Capa schien darüber etwas verwirrt, wurde auch langsamer und die Scheibe ging zu Boden. Obwohl nun nichts passiert war, fühlte ich mich wie gegen eine Mauer gelaufen, war total neben der Spur und vor allem panisch, als ob die Katastrophe jeden Moment noch geschehen müsste. Man könnte sagen ich habe ganz einfach Schiss bekommen, sicher, nur bleibt die Frage, warum ich in anderen vergleichbar gefährlicheren Situationen weniger ängstlich reagiert habe! Das gestern war nicht normal! Ich dahcte ernsthaft ich breche weinend zusammen... Was mich natürlich noch mehr verwirrte... Teufelskreis. Es hat bis tief in den Nachtdienst gedauert, bis ich - wahrscheinlich vor allem vor Müdigkeit - wieder ruhiger wurde. Was geht denn mit mir ab? Nicht mal auslaufen nach dem Training half, auch keine Sprints, keine nette Gesellschaft, nur die Zeit tat's, wie immer.
Ein Vorteil hatte die ganze Geschichte: Ich war gezwungen mich mit meinem Unterbewusstsein auseinander zu setzten und konnte das prima poetisch verwerten. Obwohl das eher logische Konsequenz als Vorteil ist, und zwar aus all der emotionalen Anspannung der letzten Woche(n).

Jaja, viel Arbeiten weil ich brauch ja das Geld und so, aber viel wichtiger sind meine Freunde, um die ich mich kümmern will, wann immer sie meine Hilfe brauchen! Und momentan scheint jeder irgendwie Probleme zu haben... Blödes Helfersyndrom! Und dann darf ich nicht vergessen rechtzeitig meine Erwartungen runter zu schrauben, wenn ich selbst in der Klemme bin. Und das klingt jetzt viel frustrierter als es gemeint ist! Im Klartext: Für meine Freunde tu ich alles. Jederzeit. Und zwar gern! Schließlich ist es ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden.

Ok, abgesehen von den äußeren Umständen, wie der Umzug diese Woche (noch 3 Tage und ich hab noch nicht angefangen zu packen...) und diverser Kleinstress (macht auch Mist!), ist da noch mein scheinbar unersättlicher Wunsch, mein Leben auf den Kopf zu stellen, um zu gucken, ob es so nicht besser ist. Ab und zu verliert man da schon den Überblick...

"I think I'll change my life today
gone are the times of taking care
and I really don't need a reason why"


und bevor ich mich aufmache, bunt durch's Leben, danke an J., das ist für dich:

ich will dich
- glaube ich
deine Augen verraten's mir nicht

viele Sorgen
wenig Worte
dank dir denk ich an morgen